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BDI-Präsident Dieter Kempf. - Bild: BDI

Die Türkei entferne sich damit weiter von europäischen Grundwerten, sagte Kempf, nachdem eine knappe Mehrheit der türkischen Wahlberechtigten für die neuen Verfassungspläne von Präsident Recep Tayyip Erdogan gestimmt hatte. "Deutschland ist der wichtigste Handelspartner der Türkei", betonte Kempf.

Die Türkei sei auf ausländische Direktinvestitionen angewiesen, die im vergangenen Jahr bereits um knapp ein Drittel eingebrochen seien. "Das Land braucht starke Wirtschaftspartner aus Europa, welche die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes unterstützen", sagte Kempf. Deswegen müsse Erdogan im wirtschaftlichen Interesse seines Landes dafür sorgen, dass die Vertrauensbasis der europäischen Partner nicht weiter erodiere.

Rund 6.800 deutsche Unternehmen sind laut BDI in der Türkei aktiv. Das bilaterale Handelsvolumen liegt demnach bei 37 Milliarden Euro. Für deutsche Ausfuhren rangiert die Türkei unter den Zielländern auf Platz 15.