Haldex, Zentrale

Die geplante Übernahme von Haldex ist eine Never-ending-Story. - Bild: Haldex

Damit läuft das gut 550 Millionen Euro schwere Angebot, das Knorr-Bremse eigentlich bis zum 9. Februar 2018 hatte verlängern wollen, am 26. September aus.

Der Haldex-Verwaltungsrat zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung der schwedischen Börsenaufsicht. Er hatte sich vergangenen Monat gegen das Votum der außerordentlichen Hauptversammlung gestellt, die sich für eine Verlängerung der Annahmefrist ausgesprochen hatte.

Das Gremium ist der Auffassung, dass dies dem Aktiengesetz zuwiderlaufen würde, und bezieht sich dabei auf eine Einschätzung von Erik Nerep, Professor für schwedisches und internationales Wirtschaftsrecht an der Stockholm School of Economics.

Europäische Kommission prüft die Übernahme

Dieser kommt zu dem Schluss, dass das Gremium in erster Linie der Haldex-Aktiengesellschaft verpflichtet ist, nicht jedoch einzelnen Aktionären und Gruppen von Aktionären, es sei denn, es kommt eine Weisung im Konsens zustande. Das sei hier nicht der Fall, so der Wissenschaftler, denn die Weisung sei auf der Hauptversammlung nicht im Konsens erfolgt.

Das Gremium könne die Anweisung also gar nicht befolgen, ohne das Gesetz zu brechen. Folglich sei die Weisung zu ignorieren. Nerep ist zudem der Ansicht, dass eine Anfechtung des Votums der Hauptversammlung erfolgreich wäre.

Der Haldex-Verwaltungsrat ist der Ansicht, dass die EU-Wettbewerbshüter eine Übernahme durch Knorr-Bremse untersagen würden. Die Europäische Kommission prüft die Übernahme bereits vertieft und muss bis Ende November zu einer Entscheidung kommen.