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In einer aktuellen Umfrage bezeichneten nur noch 15 Prozent der Teilnehmer die Marke Volkswagen als Hersteller umweltverträglicher Autos. - Bild: kru

In einer aktuellen Umfrage des Mediums bezeichneten nur noch 15 Prozent der Teilnehmer die Marke VW als Hersteller umweltverträglicher Autos. Noch ein Jahr zuvor hatte der Wert bei 33 Prozent gelegen. Auch in allen übrigen Kategorien verlor Volkswagen an Zustimmung. Nur noch 20 Prozent der Umfrageteilnehmer betrachten die Marke etwa als Synonym für fortschrittliche Technik. Ein Jahr zuvor hatte dieser Wert bei 29 Prozent gelegen.

Auch auf die Wahrnehmung der Volkswagen-Tochter Audi hat der Abgasskandal offenkundig Einfluss. Die Premiummarke verlor ebenfalls unter anderem in den Kategorien Umweltverträglichkeit und fortschrittliche Technik an Image-Punkten. Der Rückgang fiel aber weniger stark aus als bei der Massenmarke VW.

Trotz des Imageschadens blieben die Marken des Volkswagen-Konzerns in der Wahl der besten Autos erfolgreich: Die Teilnehmer der Auto-Motor-und-Sport-Umfrage wählten die VW-Modelle Golf und Multivan zu den besten Fahrzeugen ihrer Kategorien. Auch die Audi-Modelle A1, A4 und Q7 setzten sich gegen vergleichbare Fahrzeuge anderer Hersteller durch.

Bei den Lesern der Fachzeitschrift sind deutsche Hersteller traditionell beliebter als Importeure. BMW gewann denn auch mit den Modellen 5er, 7er und X1 sogenannte "Best Cars Awards". Opel gewann zum dritten Mal in Folge in der Kategorie Mini-Cars mit dem Adam. Porsche setzte sich mit dem 911 und dem 911 Cabrio durch.

Mit einem Porsche ließ sich bei der Preisverleihung in Stuttgart am Donnerstag auch Volkswagen-Chef Matthias Müller vorfahren. Er reagierte am Rande der Veranstaltung genervt auf Medienberichte, nach denen von den Abgasmanipulationen bei dem Autohersteller eine große Zahl von Managern gewusst haben soll. Die Berichte bezeichnete er als "ausgedacht". Grundlage für die Nachrichten könnten allenfalls Quellen sein, "die keine Ahnung haben". Müller lehnte es auf Nachfrage ab, weitere Angaben über den Stand der Untersuchungen zum Abgasskandal zu machen. Ob es denn "so schwer zu verstehen" sei, dass Volkswagen-Verantwortliche dazu derzeit keine Aussagen abgeben dürften, fragte er.