Ulrich Grillo

Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). - Bild: BDI

Beim Technologiekonzern Bosch ist man offenbar beunruhigt über die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD) bei den Landtagswahlen am vergangenen Wochenende.

"Als internationales und global agierendes Unternehmen setzen wir uns dafür ein, dass Baden-Württemberg ein weltoffenes Land bleibt", sagte ein Sprecher am Montag nach der Wahl gegenüber der Stuttgarter Zeitung. "Deswegen sehen wir das Ergebnis der AfD - auch über Baden-Württemberg hinaus - mit großer Sorge", zitiert ihn das Blatt.

AfD überall zweistellig

Die CDU hatte in allen drei Bundesländern Stimmenverluste erlitten, während die AfD mit zweistelligen Ergebnissen in alle drei Landtage einzog. In Sachsen-Anhalt kam die rechtspopulistische Partei auf 24,2 Prozent der Stimmen.

Quelle: Tagesschau.de
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Sinn: Merkel ist verantwortlich

Der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hat die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für das starke Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen am Wochenende verantwortlich gemacht.

"Unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise hat sich in Deutschland mit der AfD eine neue konservative Partei etabliert, die einen dramatischen Stimmenzuwachs erzielen konnte", erklärte Sinn in einem Statement für Dow Jones Newswires. "Angela Merkel hat die CDU in den letzten Jahren so weit nach links geführt, dass rechts von ihr ein erhebliches Wählerpotenzial für die AfD frei wurde."

Das richtige Rezept sah der Chef des Münchener Wirtschaftsforschungsinstitutes bei der CSU. "Hätte die CDU die Politik ihrer Schwesterpartei CSU übernommen oder wäre die CSU in den drei Bundesländern wählbar gewesen, dann hätte es zu diesem Erfolg nicht kommen können," meinte Sinn.

Mit Material von Dow Jones Newswires