Manz Zentrale

Das TecDAX-Unternehmen Manz hatte erst vor wenigen Tagen angekündigt, die Prognose 2015 nicht zu erreichen und ein Restrukturierungsprogramm in Angriff genommen. - Bild: Manz

Auftragsstornierungen und -verschiebungen im Volumen von rund 140 Millionen Euro ließen den Umsatz im Berichtszeitraum auf 169,0 von 250,9 Millionen Euro im Vorjahr einbrechen. Die gleichzeitig höheren Kosten drückten Manz in die roten Zahlen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sackte auf minus 20,6 Millionen von plus 19,6 Millionen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 33,8 Millionen nach einem Fehlbetrag von 0,8 Millionen Euro im Jahr zuvor.

Manz bekam vor allem die konjunkturelle Abkühlung in China sowie die Entwicklungen an den chinesischen Kapitalmärkten im dritten Quartal zu spüren. Dies brachte signifikante Auftragsverschiebungen in den Geschäftsbereichen Energy Storage und Electronics.

Details zum bereits angekündigten Restrukturierungsprogramm will das Unternehmen am 10. Dezember vorstellen. Dabei sollen die Kosten so weit gesenkt werden, dass 2016 mindestens die Gewinnschwelle erreicht werde, bekräftigte das Unternehmen am Montag. Den Fokus will die Manz AG künftig auf die Wachstumsmärkte Electronics und Energy Storage legen.

Für den Geschäftsbereich Solar hingegen prüfe der Vorstand die strategischen Optionen, da sich Verhandlungen über den Verkauf einer schlüsselfertigen Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen langwieriger gestalteten als erwartet. Ziel sei es, dass ab 2016 keine weitere Kostenbelastung aus diesem Geschäftsbereich entstünden.