Jürgen Resch DUH

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat wegen des Abgasskandals bei Volkswagen Klage gegen das Kraftfahrtbundesamt eingereicht. - Bild: Holzmann/DUH

Die DUH will die Flensburger Behörde damit zwingen, Details zum Rückruf bei VW offenzulegen, wie die Umweltschutzorganisation am Montag in Berlin mitteilte.

"Während uns die USA oder aktuell Frankreich zeigen, dass die Bevölkerung und die betroffenen Autohalter einen umfänglichen Anspruch auf lückenlose Aufklärung haben, schweigt Verkehrsminister Dobrindt auch vier Monate nach Bekanntwerden des Skandals", sagte DUH-Chef Jürgen Resch.

Ihn interessiert besonders, welche Veränderungen der Leistungs-, Spritverbrauchs-, CO2- sowie Schadstoffwerte mit der Nachrüstung verbunden sind. Außerdem will Resch wissen, ob die Nachrüstungen wirklich dazu führen, dass die Autos sauberer unterwegs sind.

Nach Angaben der Umwelthilfe bemüht sich ihr Rechtsvertreter seit Mitte Oktober um Akteneinsicht bei der Kraftfahrzeugbehörde. Passiert sei aber nichts. Nun sollen die Beamten auf dem Gerichtsweg gezwungen werden, die Daten rauszugeben.

In Deutschland sind von den Manipulationen bei Europas größtem Fahrzeugbauer rund 2,4 Millionen VW betroffen. Sie sollen im Laufe des Jahres in mehreren Wellen in die Werkstätten zurückbeordert werden. Bei der Mehrzahl genügt ein Update für die Motorsoftware. VW-Besitzer werden vom Konzern angeschrieben. Bei den 2,0 Liter Dieselwagen soll der erste Schwung noch im Januar in die Werkstätten einrücken.