Helikopter

United Technologies und Rockwell Collins sind beide wichtige Player in der Luftfahrtbranche. - Bild: Pixabay

Es ist die größte Transaktion in der Industrie seither und könnte den Weg für eine Aufspaltung von United Technologies in den kommenden Jahren ebnen. Die Boards beider Unternehmen haben dem Deal bereits zugestimmt. United Technologies zahlt 140 Dollar je Aktie von Rockwell Collins. Davon gehen 93,33 Dollar je Anteil in bar und die restlichen 46,67 in United-Tech-Aktien an die Eigner von Rockwell Collins. Der Preis liegt 18 Prozent über dem Kurs der Aktie, bevor erstmals Informationen zu dem anstehenden Deal vergangenen Monat durchgesickert waren.

Rockwell ist spezialisiert auf Cockpit-Displays und Kommunikationssysteme für Passagier- und Militärflugzeuge. Im April hatte das Unternehmen die Übernahme von B/E Aerospace für rund 6 Milliarden Dollar abgeschlossen, einen Hersteller von Flugzeugsitzen und Interieur. United-Technologies-CEO Greg Hayes soll CEO des fusionierten Unternehmens bleiben. Rockwell-Collins-CEO Kelly Ortberg wird das Flugzeugteilegeschäft unter dem neuen Namen Collins Aerospace verantworten.

Wird sich United Tech aufspalten?

Nach diversen Zukäufen könnte die Übernahme von Rockwell für United Tech ein Vorbote für eine Aufspaltung sein, sagten mit den Plänen des Konzerns vertraute Personen. Der verstärkte Fokus auf den Luftfahrtsektor könnte zu Veränderungen im Portfolio führen, so Informanten. Zu United Tech gehört mit Pratt & Whitney einer der weltgrößten Hersteller von Flugzeug-Triebwerken.Das Aerospace-Geschäft von United stellt außerdem Räder und Fahrwerke her. Zudem ist der Konzern im Bereich Klimaanlagen und Aufzüge unter dem Namen Otis tätig.

Im vergangenen Jahr erlöste United im Luftfahrt- und Triebwerkgeschäft 29,4 Milliarden Dollar, während die restlichen Geschäftsbereiche 28,7 Milliarden Dollar Umsatz erzielten. Rockwell Collins kam auf 5,3 Milliarden Dollar, hinzukommen 2,9 Milliarden Dollar der übernommenen B/E Aerospace.