BMW Leichtbauroboter Universal Robots Spaltmessung Dingolfing

Die Leichtbauroboter von Universal Robots sind in vielen Anwendungen im Einsatz wie hier zum Beispiel bei der Spaltmessung von Karosserien bei BMW im Werk Dingolfing. - Bild: BMW

Mit diesem Jahresergebnis hat Universal Robots (UR) sein 2013 gesetztes Ziel, bis Ende 2017 einen Jahresumsatz in Höhe von einer Milliarde dänischer Kronen zu erwirtschaften, sogar noch übertroffen. Das operative Ergebnis hat sich von 9 Prozent im Jahr 2016 auf 19 Prozent im Jahr 2017 mehr als verdoppelt.

Der Erfolg von Universal Robots ist nicht zuletzt auf die Vertriebseinnahmen in Höhe rund 46 Millionen Euro im 4. Quartal 2017 zurückzuführen: Diese bedeuten für UR eine Umsatzsteigerung von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und machen das letzte Quartal des vergangenen Jahres zum besten aller Zeiten für den Roboterhersteller.

Weiterhin nachhaltiges Wachstum geplant

„Die außerordentlichen Ergebnisse des vierten Quartals wie auch des Jahres insgesamt sind vor allem Früchte der guten Teamarbeit in unserer Universal Robots Community. Wir alle teilen ein gemeinsames Ziel: es uns durch die bestmögliche Zusammenarbeit mit all unseren Stakeholdern gegenseitig zu ermöglichen, auch in Zukunft erfolgreich und nachhaltig weiter zu wachsen“, sagt Jürgen von Hollen, Präsident von Universal Robots.

„Den beispiellosen Umsatzzuwachs von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr schreiben wir natürlich auch dem wachsenden Bewusstsein am Markt hinsichtlich der wirtschaftlichen Vorteile unserer kollaborierenden Roboter zu, mit denen wir weltweiter Marktführer sind.“

Mit Blick auf 2018 rechnet von Hollen für Universal Robots weiterhin mit einem Umsatzwachstum von mindestens 50 Prozent und fasst zusammen: „Der Markt für Cobots soll gemäß Prognosen in den nächsten Jahren weiterhin einer der maßgeblichen Wachstumstreiber des gesamten Automationsmarkts bleiben.

Ich rechne fest damit, dass Universal Robots 2018 in gleichem oder sogar in höherem Maße wachsen wird wie der Markt für kollaborierende Roboter selbst und wir unsere Stellung als Marktführer somit ausbauen werden. Hierfür setzen wir darauf, unseren Mitbewerbern weiterhin in technischer Hinsicht einen Schritt voraus zu bleiben.“

Für 2018 legt Universal Robots in diesem Sinne weiterhin einen deutlichen Fokus auf den Ausbau seines Produkt- und Entwickler-Ökosystems Universal Robots+ und seiner Online-Schulungsplattform Universal Robots Academy, deren Nutzerzahlen erst kürzlich die Marke von 20.000 überschritten haben. Ein weiterer Schwerpunkt des Unternehmens soll darüber hinaus die Internationalisierung der regionalen Vertriebs- und Serviceniederlassungen und -aktivitäten sein.

Universal Robots plant weltweite Expansion

Die erst kürzlich erfolgten Eröffnungen zweier Reparatur- und Servicezentren in den USA und China – die ersten ihrer Art außerhalb Dänemarks – sind bereits Zeugnis der gestiegenen Investitionstätigkeiten von Universal Robots mit dem Ziel, seinen Kunden weltweit näher zu sein.

„Unsere Kunden können sich keinen Produktivitätsverlust leisten. Daher wollen wir Ausfallzeiten um jeden Preis vermeiden. Unser Anspruch ist es, dass ein Cobot von Universal Robots niemals still steht, weil auf Ersatzteile gewartet werden muss“, erklärt UR-Präsident Jürgen von Hollen.

Für 2018 hat Universal Robots zudem die Eröffnung weiterer Niederlassungen in Italien, der Türkei sowie in Mexiko angekündigt. Ebenso ist bereits ein drittes Büro in China geplant.

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Der Kraft-Momenten-Sensor von dem ungarischen Unternehmen Optoforce wird zwischen Roboterwerkzeug - hier ein kollaborierender Greifer von On Robot aus Dänemark - und Roboterarm befestigt. – Bild: Nördinger

  • Enrico Krog Iversen spricht mit Akos Dömötör und Holger Protte

    Für Enrico Krog Iversen (links) müssen kollaborierende Roboter einfach zu programmieren und sicher sein. Der ehemalige CEO von Universal Robots ist heute als Investor unter anderem bei Optoforce und On Robot engagiert. Außerdem ist er als CEO für On Robot tätig. Mit dem Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce sollen Roboter nun Tastsinn erhalten. „Bisher funktioniert das nur zusammen mit Robotern von Universal Robots, das soll sich aber in Zukunft ändern“, berichtet der Robotik-Experte. Auf dem Bild zu sehen sind außerdem Holger Protte (Mitte), Vertriebsleiter von On Robot und Akos Dömötör, CEO von Optoforce. – Bild: Nördinger

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Dank Tastsinn ist es dem Roboter möglich, verschieden geformte Teile in den zugehörigen Behälter einzuführen. – Bild: Nördinger

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Istvan Balazs, Applikationsingenieur bei Optoforce teacht den Roboter zunächst auf die ungefähr anzufahrende Position. – Bild: Nördinger

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Anschließend „tastet“ sich der Roboter selbstständig so lange vor, bis er das Bauteil genau in die richtige Öffnung hineinführen kann. Möglich ist das dank Kraft-Momenten-Sensor und unabhängig von der Geometrie des Bauteils. Der kollaborative Greifer von On Robot kann das Werkstück auch bei einem möglichen Not-Aus sicher halten. – Bild: Nördinger

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Die Applikation lässt sich dank grafischer Programmieroberfläche sehr einfach einlernen. „Alles ist sehr leicht zu programmieren und lässt sich auch schnell in neuen Anwendungen umsetzen“, berichtet Optoforce-CEO Akos Dömötör. – Bild: Nördinger

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Im Gegensatz zu anderen Kraft-Momenten-Sensoren gibt der Sensor von Optoforce laut CEO Dömötör nicht nur Informationen an den Roboter, sondern regelt auch den Roboter. Dadurch sei die Regelung relativ schnell möglich. – Bild: Nördinger

  • Optoforce bietet einen Kraft-Momenten-Sensor für Cobots.

    Der Kraft-Momenten-Sensor passt aber auch auf andere Robotermodelle. Er wird laut Optoforce zum Beispiel auch in Kombination mit dem KR Agilus von Kuka genutzt. Die Flanschplatte des Sensors lässt sich einfach abschrauben und austauschen, sodass sie zum genutzten Roboter passt. – Bild: Nördinger

  • Optoforce bietet einen Kraft-Momenten-Sensor für Cobots.

    Istvan Balazs, Applikationsingenieur bei Optoforce, zeigt den aufgeschraubten Kraft-Momenten-Sensor. Mit dem Sensor kann der Roboter bis zu 10-mal präziser arbeiten. Das teilt das ungarische Unternehmen mit. – Bild: Nördinger

  • Universal Robot mit Kraft-Momenten-Sensor von Optoforce und Greifer von On Robot

    Der Kraft-Momenten-Sensor lässt sich ebenso leicht am Roboter anbringen beziehungsweise abschrauben. – Bild: Nördinger