FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Das größte Problem sei es aktuell, die Beschäftigen zur Arbeit zu bringen, sagte der Sprecher. Am Wochenende hätten nur 15% bis 20% der Beschäftigten zur Arbeit erscheinen können. Nun versuche man, eigene Transportmöglichkeiten zu schaffen und das Schichtsystem auf die Gegebenheiten anzupassen, erklärte er.

Leoni unterhält in Kairo einen Standort, an dem Kabelnetze und komplette Bordnetz-Systeme für Pkw und Nutzfahrzeuge hergestellt werden. Dort arbeiten rund 4.000 Menschen.

Am Markt geriet die Aktie des Kabel- und Bordnetzspezialisten am Montag unter Druck: Am späten Vormittag verliert das Papier fast 5,3% auf 30,73 Euro.

Die Situation in Tunesien hat sich laut dem Sprecher dagegen weitgehend normalisiert. Mitte des Monats musste Leoni die Produktion an den vier Werken in dem Land einige Tage zeitweise aussetzen. In Tunesien arbeiten rund 12.000 Menschen für die Nürnberger. Insgesamt beschäftigt Leoni aufgrund der niedrigen Arbeitskosten fast die Hälfte der insgesamt mehr als 50.000 Mitarbeiter in den Werken in Nordafrika.