putsch Türkei

Nach dem versuchten Putsch am Bosporus machen sich Unternehmen Sorgen um ihre Mitarbeiter. - Bild: LaCamila/Pixabay

Am Samstag war der Schiffsverkehr durch den Bosporus, einer wichtigen Meerenge zwischen Europa und Asien, noch teilweise verlangsamt worden. Zahlreiche türkische und ausländische Fluglinien ließen zudem Flüge ausfallen oder erst verspätet losfliegen. Bereits am Sonntag meldeten jedoch wichtige deutsche Fluglinien wie die Deutsche Lufthansa und ihre Tochter Eurowings, dass der "normale" Flugverkehr in und aus der Türkei wieder aufgenommen werde.

Einzelne Unternehmen hatten am Wochenende noch erwogen, Mitarbeiter aus der Region abzuziehen und überprüften ihre entsprechenden Notfallpläne. Air Partner, ein britischer Dienstleister der Luftfahrtbranche, berichtete von Anfragen aus der Geschäftswelt nach verfügbaren Transportkapazitäten. Bislang habe aber noch kein Unternehmen Air Partner gebeten, Mitarbeiter aus der Türkei auszufliegen.

Der deutsche Energieversorger RWE kontaktierte am Wochenende seine etwa zehn Mitarbeiter in der Türkei, um sich nach deren Sicherheit zu erkundigen. Eine Sprecherin von RWE sagte, angesichts der sich stabilisierenden Lage sei es aber nicht geplant, Mitarbeiter aus der Türkei auszufliegen.

Wer jetzt für RWE geschäftlich in die Türkei fliege, werde über die Hinweise des Auswärtigen Amtes für Reisen in die Türkei auf dem Laufenden gehalten, so Konzernsprecherin Sabine Jeschke am Sonntag. RWE betreibt in Kaklik in der Region Denizli ein kohlebetriebenes Kraftwerk, mit dem Strom für die Region im westlichen Kleinasien erzeugt wird.