Unternehmen Frauen Cheffinen

Unternehmen in Deutschland planen laut einer Studie, mehr Frauen in Führungspositionen einzusetzen. - Bild: Geralt/Pixabay

Anlass der Studie ist die Halbzeit zwischen der Festlegung der Ziele aufgrund des Gesetzes zur Geschlechterquote Ende September 2015 bis zum Ende des ersten Berichtszeitraums Ende Juni 2017. Der BDI fordert, die gesetzlichen Vorgaben nun wirken zu lassen.

Der Studie zufolge planen die befragten Unternehmen Erhöhungen der Frauenanteile für ihre Vorstände um 3,2 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent (derzeit 7,7 Prozent), für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands um 4,1 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent (derzeit 14,3 Prozent ) und für die zweite Führungsebene um 3,7 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent (derzeit 18,7 Prozent). Für ihre Aufsichtsräte streben die Unternehmen 23,6 Prozent gegenüber 23,0 Prozent an (+0,6 Prozentpunkte).

"Die geplanten Steigerungsraten in Führungspositionen zeigen, dass viele Unternehmen auf einem guten Weg sind – und das trotz des knappen gesetzlichen Zeitfensters von weniger als zwei Jahren", sagt Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung.

"Die Politik muss den Unternehmen jetzt die nötige Zeit geben, um die Maßnahmen wirken zu lassen. Noch immer entscheiden sich zu wenige Frauen für industrierelevante Berufswege, etwa in Technik- oder Naturwissenschaften. Frauen für Führungspositionen zu finden, ist erschwert durch noch traditionelle Rollenbilder und die oft fehlende Möglichkeit, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können", erklärt Lösch.

"Die Unternehmen verstehen, dass sie das Thema Vielfalt ganzheitlich angehen und vor allem die Unternehmenskultur verändern müssen", erläutert Anne von Fallois, Director Political Relations bei Kienbaum.

"Demografischer Wandel, Digitalisierung und veränderte Vorstellungen von Führung und Zusammenarbeit in der Generation Y lenken die Aufmerksamkeit verstärkt auf qualifizierte Frauen für Führungsfunktionen. Mehr Vielfalt auf den Führungsetagen ist einerseits Ergebnis, anderseits aber auch Voraussetzung eines zeitgemäßen Wandels in der Unternehmenskultur. Daran arbeiten viele Unternehmen, um den eigenen Erfolg in einer veränderten Arbeitswelt zu sichern", sagt von Fallois weiter.

BDI/Kienbaum

Die 10 wichtigsten Frauen der deutschen Industrie

  • Platz 10: Smart - 2002 trat Dr. Annette Winkler als Smart-Chefin an, das winzigste Daimler-Produkt aus der Milliardenverlustzone herauszuführen. Die Kleinwagentochter Smart blieb jedoch auch 2014 nach wie vor hinter den Erwartungen zurück, der Absatz war um 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Mit den neuen Modellen fortwo und forfour soll nun in eine neue Ära gestartet werden, Winkler setzt auf Apps, um Smart beliebter zu machen. - Bild: Daimler

    Platz 10: Smart - 2002 trat Dr. Annette Winkler als Smart-Chefin an, das winzigste Daimler-Produkt aus der Milliardenverlustzone herauszuführen. Die Kleinwagentochter Smart blieb jedoch auch 2014 nach wie vor hinter den Erwartungen zurück, der Absatz war um 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Mit den neuen Modellen fortwo und forfour soll nun in eine neue Ära gestartet werden, Winkler setzt auf Apps, um Smart beliebter zu machen. - Bild: Daimler

  • Platz 9: Pilz - Renate Pilz ist Vorsitzende der Geschäftsführung des Automatisierungstechnik-Anbieters Pilz, der 1948 von ihrem Schwiegervater Hermann Pilz gegründet wurde. Sie leitet das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Tochter Susanne Kunschert und ihrem Sohn Thomas Pilz. Das Unternehmen erzielte 2014 mit gut 2.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 260 Mio. Euro. - Bild: Pilz

    Platz 9: Pilz - Renate Pilz ist Vorsitzende der Geschäftsführung des Automatisierungstechnik-Anbieters Pilz, der 1948 von ihrem Schwiegervater Hermann Pilz gegründet wurde. Sie leitet das Unternehmen gemeinsam mit ihrer Tochter Susanne Kunschert und ihrem Sohn Thomas Pilz. Das Unternehmen erzielte 2014 mit gut 2.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 260 Mio. Euro. - Bild: Pilz

  • Platz 8: Trumpf - Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung Trumpf GmbH + Co. KG, verantwortet die strategische Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Anlagen und Bauten sowie Recht beim Werkzeugmaschinen-Hersteller. Mit etwa 11.000 Mitarbeitern setzte Trumpf im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro um. - Bild: Thomas Dashuber/Trumpf

    Platz 8: Trumpf - Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung Trumpf GmbH + Co. KG, verantwortet die strategische Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Anlagen und Bauten sowie Recht beim Werkzeugmaschinen-Hersteller. Mit etwa 11.000 Mitarbeitern setzte Trumpf im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Euro um. - Bild: Thomas Dashuber/Trumpf

  • Platz 7: IBM - Martina Koederitz verantwortet als Mitglied der Geschäftsführung seit Oktober 2010 den Vertrieb der IBM Deutschland. IBM erzielte 2014 einen Umsatz von 92 Mrd. USD (entspricht 83 Mrd. Euro). Für IBM Deutschland arbeiten 20.000 Mitarbeiter. - Bild: IBM.

    Platz 7: IBM - Martina Koederitz verantwortet als Mitglied der Geschäftsführung seit Oktober 2010 den Vertrieb der IBM Deutschland. IBM erzielte 2014 einen Umsatz von 92 Mrd. USD (entspricht 83 Mrd. Euro). Für IBM Deutschland arbeiten 20.000 Mitarbeiter. - Bild: IBM.

  • Platz 6: Würth - Bettina Würth ist Beiratsvorsitzende der Würth-Gruppe. Das Befestigungs- und Montagetechnik-Unternehmen aus Künzelsau beschäftigt rund 66.044 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2014 einen Umsatz von 10,13 Mrd. EUR. Die Tochter des Gründers Reinhold Würth wechselte nach unterschiedlichsten Stationen im Konzern 2001 in die Unternehmensführung. - Bild: Norbert Guthier/Würth.

    Platz 6: Würth - Bettina Würth ist Beiratsvorsitzende der Würth-Gruppe. Das Befestigungs- und Montagetechnik-Unternehmen aus Künzelsau beschäftigt rund 66.044 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2014 einen Umsatz von 10,13 Mrd. EUR. Die Tochter des Gründers Reinhold Würth wechselte nach unterschiedlichsten Stationen im Konzern 2001 in die Unternehmensführung. - Bild: Norbert Guthier/Würth.

  • Platz 5: Schaeffler - Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann ist nicht nur Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe, sondern auch stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Schaeffler AG. Der Hersteller von Präzisionskomponenten verzeichnete 2014 mit 82.000 Mitarbeitern an 170 Standorten einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro. - Bild: Schaeffler.

    Platz 5: Schaeffler - Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann ist nicht nur Gesellschafterin der Schaeffler Gruppe, sondern auch stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Schaeffler AG. Der Hersteller von Präzisionskomponenten verzeichnete 2014 mit 82.000 Mitarbeitern an 170 Standorten einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro. - Bild: Schaeffler.

  • Platz 4: BMW - Susanne Klatten, Tochter von Herbert Quandt, sitzt im Aufsichtsrat von BMW, dem Chemiekonzern Altana AG, dem Windturbinenhersteller Nordex SE  und von SGL Carbon. Sie hat Platz 6 der reichsten Menschen Deutschlands inne. BMW erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 80,4 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 116.000 Mitarbeiter. - Quelle: BMW

    Platz 4: BMW - Susanne Klatten, Tochter von Herbert Quandt, sitzt im Aufsichtsrat von BMW, dem Chemiekonzern Altana AG, dem Windturbinenhersteller Nordex SE und von SGL Carbon. Sie hat Platz 6 der reichsten Menschen Deutschlands inne. BMW erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von 80,4 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 116.000 Mitarbeiter. - Quelle: BMW

  • Platz 3: Siemens - Lisa Davis ist als neues Vorstandsmitglied der Siemens AG angetreten, das Energiegeschäft zu sanieren und die letzten Einkäufe zu integrieren, darunter Dresser-Rand , ein US-Ausrüster für die Öl- und Gasindustrie und die Gasturbinen-Sparte von Rolls Royce. Sie ist zuständig für Power and Gas, Wind Power and Renewables und Power Generation Services. - Bild: Siemens

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  • Platz 2: Siemens - Janina Kugel, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Arbeitsdirektorin, ist für weltweit 340.000 Siemens-Mitarbeiter zuständig, 115.000 davon in Deutschland. Der Umsatz des Industrieunternehmens betrug 2014 rund 72 Mrd. Euro. - Bild: Siemens

    Platz 2: Siemens - Janina Kugel, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Arbeitsdirektorin, ist für weltweit 340.000 Siemens-Mitarbeiter zuständig, 115.000 davon in Deutschland. Der Umsatz des Industrieunternehmens betrug 2014 rund 72 Mrd. Euro. - Bild: Siemens

  • Platz 1: Daimler - Seit 2011 ist die ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht,  Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, als Mitglied des Vorstands der Daimler AG für die Bereiche Integrität und Recht zuständig. Im Jahr 2014 setzte der Konzern mit insgesamt 279.972 Mitarbeitern mehr als 2,5 Mio. Fahrzeuge ab. Der Umsatz lag bei 129,9 Mrd. €. Sie wechselte 2016 in den Vorstand von VW. - Bild: Daimler

    Platz 1: Daimler - Seit 2011 ist die ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, Dr. Christine Hohmann-Dennhardt, als Mitglied des Vorstands der Daimler AG für die Bereiche Integrität und Recht zuständig. Im Jahr 2014 setzte der Konzern mit insgesamt 279.972 Mitarbeitern mehr als 2,5 Mio. Fahrzeuge ab. Der Umsatz lag bei 129,9 Mrd. €. Sie wechselte 2016 in den Vorstand von VW. - Bild: Daimler