Ford Pick-up

Auch Ford musste im August Absatzeinbußen hinnehmen. - Bild: Ford

Auch Toyota, größter ausländischer Anbieter, verbuchte einen Rückgang. Während Volkswagen nach dem Abgasskandal weiterhin auf keinen grünen Zweig kommt, zeigen die deutschen Premiumhersteller ein gemischtes Bild.

"Für den Rest des Jahres steht die Branche vor großen Herausforderungen, sollte sie das Vorjahresniveau erreichen wollen", sagte Jeff Schuster vom Branchendienst LMC Automotive. "Angesichts der gemischten Signale aus der Wirtschaft sieht es so aus, als hätte der US-Automarkt 2015 seinen Höhepunkt erreicht."

"Der August war nicht wirklich ein Blockbuster-Monat", sagte Analystin Jessica Caldwell von Edmunds.com. "Damit wächst der Druck auf die Autobauer, ihre Bemühungen im September zu verstärken, insbesondere mit Blick auf das kommende Labor-Day-Wochenende." Die Händler müssten ihre Lager räumen, um Platz zu schaffen für die neuen 2017er-Modelle. "Das sind gute Nachrichten für Kunden, die in den nächsten Wochen mit guten Deals für Auslaufmodelle rechnen können."

GM und Ford mit starken Verlusten

Der Absatz des Marktführers General Motors (GM) sank um 5,2 Prozent auf 256.429 Fahrzeuge. Der Konzern hatte bereits im Vorfeld vor schwachen August-Absätzen gewarnt und dies mit einer Rabattaktion begründet. Weil GM den Kunden im Juli 20 Prozent Nachlass gewährt hatte, sei es zu Vorzieheffekten und niedrigen Beständen bei den Händlern gekommen.

Noch dicker kam es für den größten heimischen Konkurrenten. Von Fahrzeugen aus dem Ford-Konzern rollten im August mit 213.411 Stück 8,8 Prozent weniger aus den Autohäusern.

Dem Trend ein Schnippchen schlagen konnte Fiat Chrysler, aber nur dank seiner Erfolgsmarke Jeep. Der italienisch-amerikanische Konzern verbuchte dank seiner Erfolgsmarke ein Absatzplus von 3,1 Prozent auf 196.756 Fahrzeuge. Allerdings brachen die Marken Fiat und Chrysler um 21 bzw 22 Prozent ein, während Jeep um 12 Prozent zulegte. Wegen des billigen Benzins sind SUVs und Pickup-Trucks bei den Amerikanern derzeit besonders beliebt.

Volkswagen schwächelt weiter

Bei Volkswagen stand einmal mehr ein dickes Minus. Der Absatz der mit dem Abgasskandal kämpfende Marke sackte im August um 9,12 Prozent auf 29.384 Fahrzeuge ab. Immerhin stand Volkswagen damit besser da als in den ersten acht Monaten insgesamt, für die ein Minus von 13 Prozent auf 207.156 Fahrzeuge zu Buche stand.

Immerhin überzeugte die Premiummarke aus dem Hause Volkswagen die Käufer. Audi steigerte seinen Absatz im August gegen den Trend um 2,5 Prozent auf 19.264 Fahrzeuge. Die Konkurrenten aus der Heimat waren da weniger erfolgreich. Mercedes-Benz hielt seine Pkw-Verkäufe mit 28.404 Exemplaren lediglich stabil. Dank der starken Van-Verkäufe erzielte die Daimler-Tochter ein Absatzplus von insgesamt 2,1 Prozent auf 31.909 Einheiten.

BMW jedoch zeigte einen regelrechten Einbruch. Die Verkäufe sackten um 7,2 Prozent auf 30.500 Autos ab. Die Marke BMW allein verzeichnete einen Rückgang um 8 Prozent auf 25.531 Autos.

Für die Japaner sah es kaum besser aus als für ihre amerikanischen Pendants. Toyota meldete einen Rückgang um 5 Prozent auf 213.125 Fahrzeuge. Bei Honda ging es um 3,8 Prozent abwärts, bei Nissan um 6,5 Prozent.

Die margenträchtigsten Autobauer Europas (1)

  • Platz 5 Premiummarke: Mercedes mit einer Ebit-Marge von 7,9 Prozent (Ergebnis von 3.192 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Daimler

    Platz 5 Premiummarke: Mercedes mit einer Ebit-Marge von 7,9 Prozent (Ergebnis von 3.192 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Daimler

  • Platz 4 Premiummarke: Audi mit einer Ebit-Marge von 8,8 Prozent (Ergebnis von 3.337 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Audi

    Platz 4 Premiummarke: Audi mit einer Ebit-Marge von 8,8 Prozent (Ergebnis von 3.337 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Audi

  • Platz 3 Premiummarke: BMW mit einer Ebit-Marge von 9,5 Prozent (Ergebnis von 3.389 Euro pro Fahrzeug). - Bild: BMW Group

    Platz 3 Premiummarke: BMW mit einer Ebit-Marge von 9,5 Prozent (Ergebnis von 3.389 Euro pro Fahrzeug). - Bild: BMW Group

  • Platz 2 Premiummarke: Porsche mit einer Ebit-Marge von 16,7 Prozent (Ergebnis von 15.641 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Porsche

    Platz 2 Premiummarke: Porsche mit einer Ebit-Marge von 16,7 Prozent (Ergebnis von 15.641 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Porsche

  • Platz 1 Premiummarke: Ferrari mit einer Ebit-Marge von 18,0 Prozent (Ergebnis von 56.000 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Ferrari

    Platz 1 Premiummarke: Ferrari mit einer Ebit-Marge von 18,0 Prozent (Ergebnis von 56.000 Euro pro Fahrzeug). - Bild: Ferrari