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Der US-Automarkt beginnt zu schwächeln. Auch Ford und GM sind betroffen. - Bild: Ford

Die Marktforscher von J.D. Power taxierten die Verkaufsrückgänge schon kurz vor Veröffentlichung der Absatzzahlen der einzelnen Hersteller auf 1 Prozent. Allerdings war die Vergleichsbasis aus dem September des Vorjahres auch außergewöhnlich stark, so dass die absoluten Verkaufszahlen immer noch recht robust aussehen.

Doch dass es nicht mehr so rund läuft, zeigt auch ein Blick auf die gewährten Rabatte, die je Fahrzeug inzwischen ein Niveau von durchschnittlich 4.000 US-Dollar erreicht haben. Das sind 200 Dollar mehr als bisher. Damit wird der Effekt wieder aufgehoben, dass Amerikaner häufiger als früher größere und teurere Autos kaufen, die den Herstellern eigentlich eine bessere Marge ermöglichen sollten.

Marktführer General Motors (GM) verkaufte im September knapp 250.000 Fahrzeuge in den USA, ein Rückgang um 0,6 Prozent. Der Ford-Absatz brach sogar um fast 8 Prozent auf 204.447 Einheiten ein. Beide Hersteller berichteten, der Verkauf an Privatkunden habe sich zwar gut gehalten. Jedoch orderten die Flottenbetreiber weniger.

"Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Verkaufszahlen nun ein Plateau erreicht haben, sagte Analyst Jeremy Acevedo von Edmunds.com. Es sei aber weiterhin möglich, dass im laufenden Jahr noch ein Verkaufsrekord aufgestellt werde. Auch GM stellte Zuversicht zur Schau. Die Branche werde weiterhin von einer hohen Nachfrage der Verbraucher profitieren, hofft der Marktführer. Der Arbeitsmarkt sei weiterhin gut, die Einkommen stiegen und die Benzinpreise sowie die Zinsen niedrig.

So gab es auch Licht im Automarkt. Der größte ausländische Hersteller Toyota verkaufte mit 197.260 Fahrzeugen rund 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die deutschen Hersteller gehörten teils zu den Gewinnern. Das Absatzwachstum war aber gering. So berichtete Mercedes-Benz US über ein Verkaufsplus von 1,7 Prozent. Porsche kam auf einen Anstieg von 1,2 Prozent.