USA, Auto, Detroit

Insgesamt dürfte der US-Markt 2017 nach einem Absatzrekord im Vorjahr den ersten Verkaufsrückgang seit 2009 verzeichnen. - Bild: Pixabay

Das zeigten die am Mittwoch veröffentlichten Verkaufszahlen. Auch VW erlitt einen herben Dämpfer.

Der Absatz des Wolfsburger Autobauers sackte im Jahresvergleich um 18,7 Prozent auf 30 281 Fahrzeuge ab. Das lag auch daran, dass massenstarke Modelle wie Golf, Jetta und Tiguan in aufgefrischten oder neuen Varianten auf den US-Markt kommen, was den Verkauf älterer Versionen bremst. Trotzdem gelang VW das erste Jahresplus seit 2013. Insgesamt stiegen die Verkäufe 2017 um 5,2 Prozent auf 339 676 Autos.

Im September 2015 war der Abgas-Skandal aufgeflogen, der den Absatz zeitweise hatte einbrechen lassen und dessen Bewältigung den VW-Konzern bisher mehr als 25 Milliarden Euro gekostet hat. Die Tochter Audi steigerte ihre Verkäufe im Dezember um knapp ein Sechstel auf 26 977 Neuwagen. Aufs Jahr gesehen legten die Ingolstädter um 7,8 Prozent auf 226 511 Fahrzeuge zu. Bei Porsche betrug das Plus im Dezember 2,5 und im Gesamtjahr 2,1 Prozent.

Daimler wurde trotz eines Schlussspurts etwas weniger Autos bei US-Kunden los als im Vorjahr. Zwar verkauften die Schwaben im Dezember mit 39 416 Pkw 6,4 Prozent mehr Autos. Auf Jahressicht gab es - inklusive der Marke Smart und den kleinen Nutzfahrzeugen - aber dennoch einen Rückgang von 1,4 Prozent. Auch Konkurrent BMW tat sich schwer. Obwohl der Absatz im Dezember um 3,7 Prozent stieg, schlug im Gesamtjahr ein Minus von 3,4 Prozent zu Buche.

Insgesamt dürfte der US-Markt 2017 nach einem Absatzrekord im Vorjahr den ersten Verkaufsrückgang seit 2009 verzeichnen. Zwar bleibt die Autokonjunktur dank hoher Nachfrage nach SUV und Pick-up-Trucks robust, doch dem Boom ging zuletzt etwas die Luft aus. Nach Schätzung des Fachblatts "Automotive News" sank der branchenweite Absatz im Dezember um 5,3 Prozent auf 1,53 Millionen Neuwagen. Der Monat hatte allerdings auch einen Verkaufstag weniger als im Vorjahr.

Beim größten US-Hersteller GM fielen die Verkäufe im Dezember um 3,3 Prozent auf 308 539 Fahrzeuge. Rivale Ford schaffte hingegen immerhin einen Anstieg um 1,3 Prozent und wurde 240 910 Autos im Heimatmarkt los. Fiat Chrysler meldete ein Minus von 11 Prozent auf 171 946 Autos. Auch die japanischen Schwergewichte Toyota, Nissan und Honda mussten zum Jahresende mit Rückgängen von 8,3 beziehungsweise 9,5 sowie 7,0 Prozent kräftige Abstriche machen.

Das sind die 10 eigenwilligsten Auto-Designs

  • Raliant Regal

    Dieses lustige Gefährt erinnert ein wenig an ein Dreirad mit Gehäuse. Erstaunlich, dass man den Raliant Regal dennoch nur mit Führerschein fahren darf. Das fehlende zweite Vorderrad hat ihm zwar wahrscheinlich ziemlich seine Stabilität genommen, dafür aber immerhin ein außergewöhnliches Aussehen und unseren Platz 10 verschafft. - Bild: flickr

  • Reva g-wiz

    Platz 9: Von vorne betrachtet erinnert der Reva g-wiz ein wenig an einen Frosch. Und auch die gesamte Form lässt sich eigentlich in drei einfachen Worten zusammenfassen: quadratisch, praktisch, merkwürdig. - Bild: Wikimedia

  • Tata Iris

    Dieses Auto von Tata (Platz 8) sieht irgendwie aus, als wäre es einem Comicheft der Zukunft entflohen. Man könnte sich die Magic Iris doch mit ein bisschen Fantasie glatt in einer Rolle im Kinderzeichentrickfilm Cars vorstellen. Einen klangvollen Künstlernamen hätte dieses Auto ja schonmal... - Bild: flickr

  • Suzuki x90

    Auch beim Suzuki X90 handelt es sich wieder um ein Auto, bei dessen Design die Meinungen wohl auseinander gehen werden. Obwohl man gar nicht genau sagen kann, was eigentlich das Komische an dieser Form ist, sieht es doch einfach irgendwie seltsam aus... Doch genau diese Tatsache verschafft dem Suzuki immerhin einen Titel: den Platz sieben unserer fragwürdigsten Auto-Designs. - Bild: Wikimedia

  • Mercedes Nafa

    Sie haben richtig gesehen: auf dieser Motorhaube befindet sich ein Mercedes-Stern. Und zwar nicht nur als Scherz, Daimler stellte dieses Modell Anfang der 80er Jahre tatsächlich vor. In gewisser Weise sieht dieses Modell einem Pappkarton auf Rädern ziemlich ähnlich. Naja, immerhin scheint Mercedes daraus gelernt zu haben, denn sowohl diese sehr fragwürdige Farbe als auch der gesamte Nafa (PLatz 6) sind aus dem Sortiment des Automobilherstellers verschwunden. Und die heutigen Modelle können sich doch echt sehen lassen. - Bild: flickr

  • Tango T600

    Man könnte meinen, dieses Konzept wurde nicht ganz zu Ende gedacht, denn der Tango T600 (Platz 5) sieht aus, als hätte man ihn nur zu 50 Prozent zusammengebaut. Was genau sich die Designer dieses Autos dabei gedacht haben bleibt ungeklärt, aber mit diesem kleinen Gefährt stellt Einparken gewiss kein Problem mehr da - im Zweifelsfall halt einfach zwischen zwei anderen Autos. - Bild: flickr

  • Toyota Previa

    Vielleicht wäre der Toyota Previa, unser Platz 4, nicht in diesem Ranking gelandet, hätte man ihn nur ein biiisschen kompakter gestaltet. Denn dieses Schiff zu fahren erfordert neben einer vermutlich großen Geduld bei der Parkplatzsuche auch eine Vorliebe zu diesem außergewöhnlichen Design. - Bild: flickr

  • Nissan Cube

    Der Nissan Cube, unser Platz 3, macht seinem Namen alle Ehre: liebe deine Ecken und Kanten - das wird wohl das Motto des Designers gewesen sein, der dieses Modell entworfen hat. Ist eben mal was anderes. Ob 'anders' in diesem Fall gut oder schlecht ist, bleibt wohl Ansichtssache. - Bild: Wikimedia

  • AWS Shopper

    Wenn man sich dieses Gefährt so ansieht, könnte man spontan an Seifenkistenrennen erinnert werden, denn es sieht aus, als wäre es in einer Spontanaktion von einem motivierten Vater für sein Kind in einer Garage zusammen gebastelt worden. Immerhin wäre der AWS Shopper (Platz 2) dann wohl zum Sieger geworden, denn dieses 1970 vorgestellte Kraftfahrzeug ist sogar mit einem Ottomotor ausgestattet. - Bild: flickr

  • Fiat Multipla

    Es lässt sich ziemlich eindeutig sagen, dass dieses Design eher nicht so gut bei potenziellen Kunden ankommt. Der Fiat Multipla hat schon ein seeehr... nennen wir es mal außergwöhnliches Design. Hut ab an den Designer unseres Platz 1, der den Mut hatte, seine Idee so auf den Markt zu bringen. - flickr