US Automarkt

Der US-Automarkt zieht wieder an - auch dank der Zerstörungen durch diverse Hurrikans. - Bild: Pixabay

Nach den Zerstörungen durch den jüngsten Hurrikans brauchen viele Kunden ein neues Auto und strömen in die Autohäuser. Darüber berichtete auch BMW. Die erhöhte Nachfrage in Florida und Texas habe insgesamt zu einem Anstieg der BMW-Verkäufe um 0,7 Prozent geführt, teilte das Unternehmen mit.

Damit lag das Wachstum allerdings unter dem Branchenschnitt. Den übertraf Volkswagen bei weitem, denn die Wolfsburger steigerten ihre Absatzzahlen dank Golf, Jetta und Tiguan um rund ein Drittel. Audi berichtete über ein Plus von gut 9 Prozent. Dies mache Mut für ein gutes viertes Quartal, teilte das Unternehmen mit.

Marktführer General Motors (GM) verkaufte im Monat 279.397 Fahrzeuge, 12 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gut liefen insbesondere die margenträchtigen Geländewagen und ihre Derivate, während Limousinen zu Ladenhütern wurden. GM sprach davon, dass die robuste Konjunktur dem Absatz Rückenwind gegeben habe und dies auch zukünftig tun werde. Der September profitierte aber auch von einem zusätzlichen Verkaufstag, was die Absatzzahlen aller Hersteller etwas nach oben trieb.

Der größte ausländische Autobauer Toyota steigerte seinen Absatz um fast 15 Prozent. Das Unternehmen habe von einer Wiederbelebung des Marktes profitiert, Toyota schätzt das branchenweite Absatzvolumen auf annualisiert 17 Millionen Einheiten. Insbesondere das SUV Rav4 fand einen reißenden Absatz.

Fiat Chrysler verzeichnete dagegen einen Einbruch der Absatzzahlen um 10 Prozent auf 174.266 Fahrzeuge. Der Autobauer schränkte den Verkauf an Flottenbetreiber drastisch um über 40 Prozent ein. Das Geschäft mit Privatkunden blieb dagegen fast unverändert. Den umgekehrten Weg ging Ford. Hier stiegen die Flottenverkäufe deutlich, so dass die Nummer Drei auf dem US-Markt auf einen Absatz von 222.248 Einheiten kam, ein Plus von knapp 9 Prozent.

Hurrikans und Rabatte helfen

Laut den Marktforschern von J.D. Power halfen die Autobauer im September beim Verkauf mit Rabatten nach, die sich im Schnitt auf 4.048 US-Dollar je Fahrzeug beliefen. Damit erreichten die Preisnachlässe ein Rekordhoch. Die schwachen Verkaufszahlen zwangen die Hersteller zu den Rabatten, denn in den Autohäusern stehen zu viele unverkaufte Wagen und der Modellwechsel steht an.

Für Schwung sorgten die von dem Hurrikan in Florida und Texas betroffenen Menschen. Sie müssen sich neue Autos kaufen, ein Analyst schätzt, dass alleine aus diesem Grund 600.000 Fahrzeuge zusätzlich gebraucht werden.