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Apples juristischer Kampf gegen die US-Kartellwächter im E-Book-Streit endete am Montag in einer Niederlage für den Technologiekonzern. - Bild: kru

Das Oberste Bundesgericht der USA lehnte ein Berufungsverfahren ab. Eine niedrigere Instanz hatte festgestellt, dass Apple ein Kartell zur Erhöhung der Preise für elektronische Bücher gebildet hatte.

Das Justizministerium und etwa 30 Bundesstaaten hatten Apple 2012 verklagt. Die Anschuldigung lautete, der Konzern habe sich bei der Markteinführung des iPad 2010 mit fünf der sechs größten US-Verlage zusammengetan, um die Preise für E-Books festzusetzen. Apple soll das Kartell ins Leben gerufen haben.

2013 hatte ein Richter eines New Yorker Bundesgerichts Apple der Preisfestsetzung für schuldig befunden. Der Konzern hat demnach eine zentrale Rolle in dem Komplott gespielt. Das Berufungsgericht U.S. Circuit Court of Appeals in New York bestätigte das Urteil mit zwei zu eins Stimmen.

Der Supreme Court ließ diese Entscheidungen ohne Kommentar bestehen. Nachdem die rechtlichen Möglichkeiten für Apple nun ausgeschöpft sind, wird erwartet, dass der Konzern als Teil einer Einigung mit Zivilklägern und den Staaten, die geklagt hatten, 450 Millionen US-Dollar zahlt. Das Geld dürfte vor allem E-Book-Kunden zugute kommen.