Der Zollkonflikt mit den USA macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen

Der Zollkonflikt mit den USA macht der deutschen Wirtschaft zu schaffen. - Bild: Pixabay

Die vor allem von den USA angeheizten Handelskonflikte sorgen nach Einschätzung von Konjunktur- und Arbeitsmarktexperten bei vielen deutschen Unternehmen zunehmend für Verunsicherung. Der von US-Präsident Donald Trump ausgelöste Zollstreit mit China, der Europäischen Union und anderen Ländern lässt Firmenchefs bei Investitionen zögern.

Auch auf die Streitigkeiten in der Bundesregierung zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU werde in manchen Chefetagen mit Sorge geblickt - auch wenn der Zwist sich nicht unmittelbar auf die deutsche Wirtschaft auswirke.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich den Ökonomen zufolge noch unberührt von den Sorgen. Dafür seien vor allem volle Auftragsbücher und eine robuste Binnenwirtschaft verantwortlich, erklärte Michael Holstein von der DZ-Bank. "Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv, verliert aber etwas an Fahrt."

Im Juni dürften den Schätzungen der Experten zufolge rund 2,28 Millionen Menschen ohne Job gewesen sein. Das wären etwa 36 000 weniger als im Mai und rund 194 000 weniger als vor einem Jahr. Die gute Stimmung im Dienstleistungssektor sorge für einen Abbau von Arbeitslosigkeit, sagte Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg. "Vor allem beim Bau ist die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch." Die warmen Temperaturen kurbelten unter anderem auch die Nachfrage in der Gastronomie an.

Das verarbeitende Gewerbe sei dagegen nicht gut in das Jahr gestartet, hieß es bei den Experten. Noch zu Jahresbeginn hatten viele Volkswirte geradezu euphorisch auf die kommenden zwölf Monate geblickt. Doch die globalen Risiken ließen viele Hoffnungen schwinden. "Die Exporterwartungen sinken schon seit einigen Monaten", sagte Holstein.

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    Der Außenhandelsumsatz Deutschlands aus Importen und Exporten mit der Tschechischen Republik betrug 2016 80.640.219.000 Euro. Das bedeutet Platz 10. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Auf Platz 9 der umsatzstärksten Außenhandelspartner Deutschlands landete die Schweiz 2016 mit 94.272.700.000 Euro.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    A leivande Gschicht: Österreich war 2016 mit einem Umsatz von 98.429.197.000 Euro der achtgrößte Außenhandelspartner Deutschlands.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Auf Platz sieben der umsatzstärksten Außenhandelspartner Deutschlands landete 2016 Polen mit 162.492.510.000 Euro.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Mit einem Umsatz aus Import und Export von 113.255.970.000 Euro belegte Italien 2016 Platz 6.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Auf dem fünften Platz der größten deutschen Außenhandelspartner lag 2016 Großbritannien. Zusammengenommen kommen die Importe und Exporte vom und ins Vereinigte Königreich auf 121.771.743.000 Euro. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Kleines Land - großer Außenhandelsumsatz für Deutschland: mit 162.492.510.000 Euro im Jahr 2016 belegten die Niederlande in Sachen Umsatz Platz vier.- Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in Sachen Umsatz, also Import und Export zusammen, der drittgrößte Außenhandelspartner Deutschlands. In und aus den USA flossen 2016 Waren im Wert von 164.793.888.000 Euro. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Den zweiten Platz in Sachen Umsatz aus Exporten und Importen belegte 2016 Frankreich. 167.064.714.000 Euro werden mit dem Nachbarland umgesetzt. - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

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    Ganz klar die Nummer Eins in Sachen deutscher Außenhandel war 2016 die Volksrepublik China. Der Umsatz aus Im- und Export beträgt gewaltige 169.907.557.000 Euro - Quelle: Detatis; Bild: Pixabay

  • Weihnachtsinsel

    Übrigens: Den letzten Platz (237) in der Destatis-Aufstellung der umsatzstärksten Außenhandelspartner belegt die zu Australien gehörige Weihnachtsinsel im Indischen Ozean (rund 2.100 Einwohner). Der Außenhandelsumsatz mit Deutschland beträgt 1.000 Euro. - Quelle: Destatis; Bild: TUBS/Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Zentrales Thema dabei seien die Handelskonflikte. Vergangene Woche hatte der Autobauer Daimler seine Gewinnprognose für das laufende Jahr wegen voraussichtlich steigender Zölle in China für Importautos aus den USA gesenkt. Die USA und China steuern mittlerweile auf einen handfesten Handelskrieg zu. Daimler produziert in den Vereinigten Staaten auch Autos für den Weltmarkt.

Doch auch die Zweifel am Stabilitätskurs Italiens unter der neuen populistischen Regierung wertete KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner als großen Unsicherheitsfaktor.

Die meisten Volkswirte halten dennoch an ihrer optimistischen Prognose fest: Für 2018 rechnen sie mit einem durchschnittlichen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 100 000 bis 170 000 auf 2,3 bis 2,35 Millionen. Nach Ansicht von Zeuner könnte die Arbeitslosenquote zum Jahresende erstmals seit der Wiedervereinigung sogar die 5-Prozent-Marke unterschreiten. Die offiziellen Juni-Zahlen gibt die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Freitag (29. Juni) bekannt.

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