Der US-Investor KKR und die Bank Goldman Sachs verabschieden sich von ihrem Investment beim

Der US-Investor KKR und die Bank Goldman Sachs verabschieden sich von ihrem Investment beim deutschen Gabelstaplerhersteller Kion. - Bid: Kion

Der US-Investor KKR und die Bank Goldman Sachs verabschieden sich von ihrem Investment beim deutschen Gabelstaplerhersteller Kion.

Am Freitag hat die Superlift Holding, in der beide Investoren ihre Beteiligung gebündelt haben, nach Aussage von Aktienhändlern die restlichen 13,9 Prozent Kion-Aktien am Markt verkauft. Das Paket dürfte gut 500 Millionen Euro wert sein. Damit ist das achtjährige Investment beendet, nachdem Goldman Sachs und KKR das Unternehmen 2007 vom Wiesbadener Industriegasproduzenten Linde übernommen hatten.

Achtjähriges Investment beendet

Am Aktienmarkt kommt der Ausstieg der US-Investoren gut an, die Kion-Aktie steigt um gut 2 Prozent auf 39 Euro. Damit handelt der Kurs über der Platzierungsspanne, die laut Händlern von 37 bis zu 38,15 Euro reicht. “Mit dem Ausstieg steigt unser Streubesitz auf 66,5 Prozent”, sagte ein Sprecher von Kion zu Dow Jones Newswires. Der Streubesitz ist die Zahl der frei handelbaren Aktien. Ist deren Anteil hoch, gilt der Titel als liquide, was wiederum für institutionelle Investoren ein wichtiges Anlagekriterium ist.

Zudem entfällt mit der letzten Platzierung der so genannte Aktienüberhang. So werden Beteiligungen genannt, deren Verkauf am Markt erwartet wird und der daher latent auf den Aktienkurs drückt. Nach dem Ausstieg der US-Investoren bei Kion gibt es mit dem chinesischen Dieselmotorenhersteller Weichai Power nur noch einen Großaktionär. Dessen Anteil von 33 Prozent ist laut Kion jedoch “strategisch”.

Der finale Ausstieg von KKR und Goldman Sachs bei den Wiesbadenern kommt nicht überraschend. Im November vergangenen Jahres platzierte die Superlift-Holding bereits 7,5 Millionen Kion-Aktien und im Februar weitere 4,8 Millionen Papiere.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke