Audi, Lenkrad

Der Abgas-Skandal zieht immer weitere Kreise. Jetzt ist ein Ex-Audi-Manager ins Visier der US-Justiz geraten. - Bild: Pixabay

Gegen den 60-jährigen Italiener wurde nun Anklage wegen Verschwörung zum Betrug und Verstöße gegen das US-Umweltrecht Clean Air Act erhoben. Von Giovanni Pamio konnte keine Stellungnahme zu den Vorwürfen eingeholt werden, denn wo er sich aufhält konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. 

Zu Beginn der Woche hat die Staatsanwaltschaft München II Pamio festnehmen lassen, berichtet die Bild-Zeitung. Ihm wird in Deutschland Betrug und unlautere Werbung vorgeworfen. Das berichtete neben der Bild auch der Spiegel.

Eine Sprecherin des VW-Konzerns erklärte, Volkswagen unterstütze weiterhin die Untersuchungen der US-Behörden zum Verhalten von Einzelpersonen in der Angelegenheit.

Weiter heißt es, dass es nicht angemessen wäre, laufende Untersuchungen zu kommentieren oder personelle Dinge zu erörtern.

Volkswagen hatte 2015 nach Ermittlungen in den USA eingeräumt, bei Umwelttests die Abgaswerte von elf Millionen Fahrzeugen weltweit geschönt zu haben.

Im vergangenen Sommer einigte sich der Konzern mit den US-Behörden und Autobesitzern bei einem Vergleich auf eine Entschädigungen in Milliardenhöhe.

Manager im Visier der US-Justiz

Die US-Behörden versuchen derzeit persönlich Verantwortliche im Diesel-Gate rechtlich zu belangen und haben bereits einige Manager ins Visier genommen. So wurde etwa der frühere Volkswagen-Manager Oliver Schmidt Anfang des Jahres im Zusammenhang mit dem Dieselskandal in den USA festgenommen.

Der Prozess gegen den früheren Manager soll im Januar nächsten Jahres beginnen. Der Manager wird beschuldigt, einen wesentlichen Anteil an der Manipulation von Abgaswerten bei Dieselautos und der Verschleierung dieser Tat vor den US-Behörden gehabt zu haben.