VW Motor

Volkswagen hat eine Woche länger Zeit, im Diesel-Abgasskandal eine Einigung mit den Klägern in den USA zu finden. - Bild: VW

Der zuständige Richter Charles Breyer gab den Streitparteien auf Antrag des eingesetzten Mediators bis zum 28. Juni Zeit, eine Lösung für die rund 480.000 Dieselfahrzeuge mit Zwei-Liter-Motor zu finden. Bislang hatte das Gericht in San Francisco eine Frist bis zum 21. Juni gesetzt.

"Auf Antrag des Mediators und aufgrund der sehr technischen Natur der vorgeschlagen Lösung in diesem sehr komplizierten Verfahren" habe das Gericht entschieden, den beteiligten Parteien eine Woche länger Zeit zu geben, eine einvernehmliche Lösung zu erreichen, teilte Richter Breyer in einer in der Nacht auf Donnerstag verbreiteten Mitteilung mit.

Die nächste "Status Konferenz", bei der über den Stand der Dinge gesprochen wird, soll weiterhin am 30. Juni stattfinden, teilte Richter Breyer weiter mit. Eine Anhörung über eine mögliche Einigung ist weiterhin für den 26. Juli vorgesehen.

Volkswagen hatte im April angekündigt, 16,2 Milliarden Euro für die Kosten der Abgasaffäre zurückzustellen und seinen Aktionären nur eine deutlich niedrigere Dividende für das letzte Jahr zu zahlen. Der Konzern hatte im September einräumen müssen, bei Umwelttests von Dieselfahrzeugen die Abgaswerte manipuliert zu haben. In den USA wurden daraufhin Sammelklagen gegen Volkswagen eingereicht, die jetzt in San Francisco verhandelt werden.

Richter Breyer hat bei früheren Anhörungen deutlich gemacht, dass im Rahmen des angestrebten Kompromisses die Kunden ihre betroffenen Fahrzeuge entweder an Volkswagen zurückverkaufen oder eine technische Lösung der Probleme in Anspruch nehmen können. Zudem sollen die Kunden eine "substanzielle finanzielle Entschädigung" erhalten, bekräftigte Richter Breyer bei der letzten Status Konferenz Ende Mai. Und schließlich soll Volkswagen in umweltfreundliche Antriebstechnologien investieren.