Volkswagen Motor

Nach dem Ende Juni erzielten Übereinkommen soll Volkswagen rund 14,7 Milliarden US-Dollar aufwenden, um die betroffenen Kunden und die Allgemeinheit in den USA für die Manipulation von Abgaswerten zu entschädigen. - Bild: VW

Der zuständige Richter Charles Breyer gab laut dem Konzern am Dienstag in San Francisco einem Einigungsvorschlag der Parteien seine vorläufige Zustimmung. Nach dem Ende Juni erzielten Übereinkommen soll Volkswagen rund 14,7 Milliarden US-Dollar aufwenden, um die betroffenen Kunden und die Allgemeinheit in den USA für die Manipulation von Abgaswerten zu entschädigen. Bestandteil des Vergleichs sind Fahrzeuge mit 2-Liter-TDI-Motoren.

Die Sammelkläger werden laut der Mitteilung von VW nun individuell über ihre Rechte und Wahlmöglichkeiten informiert, die sie auf Basis der Vereinbarung haben. Mit der Umsetzung des Vergleichsprogramms werde Volkswagen beginnen, sobald das Gericht die finale Genehmigung erteilt habe. Dies werde voraussichtlich im Herbst 2016 der Fall sein.

Der Autokonzern wird laut dem Vergleich allein bis zu 10,03 Milliarden Dollar aufwenden, um seinen Kunden entgegenzukommen: Betroffene Zwei-Liter-Diesel-Fahrzeuge will Volkswagen entweder zurückkaufen oder - sofern die Behörden dies genehmigen - umbauen. Als Wiedergutmachung sollen die Besitzer betroffener Autos zudem zwischen 5.100 und rund 10.000 Dollar erhalten.

Mindestens 2,7 Milliarden Dollar soll Volkswagen darüber hinaus in einen Fonds zahlen, mit dem US-Behörden etwa Truck-Besitzer beim Kauf eines umweltfreundlicheren neuen Lastwagens unterstützen oder alte, viel Schadstoff ausstoßende Schulbusse ersetzen wollen. Weitere 2 Milliarden Dollar muss Volkswagen laut dem Vergleich gestreckt über zehn Jahre für Initiativen zur Förderung von Nullemissionsautos ausgeben.

Der Vergleich legt allerdings nicht alle rechtlichen Auseinandersetzungen von Volkswagen in den USA bei. Offen ist bislang etwa eine Lösung für die von den Manipulationen betroffenen Dieselfahrzeuge mit Drei-Liter-Motoren. Richter Breyer sagte am Dienstag, er erwarte von einer Anhörung am 25. August weitere Informationen zu den entsprechenden Verhandlungen. Volkswagen geht davon aus, die 3-Liter-Autos mit technischen Veränderungen an die Gesetze in den USA anpassen zu können.