GM - im Bild das neue Innovation Center in Chandler, Arizona - hat im vierten Quartal dank der US-Steuerreform einen herben Verlust eingefahren

GM - im Bild das neue Innovation Center in Chandler, Arizona - hat im vierten Quartal dank der US-Steuerreform einen herben Verlust eingefahren. - Bild: GM

GM hatte bereits bekanntgegeben, dass die Senkung der Unternehmenssteuersätze das vierte Quartal über einen Bilanzeffekt milliardenschwer belasten werde. Das Unternehmen bezifferte die Auswirkungen auf den Gewinn nun mit 7,3 Milliarden Dollar. Vor Sonderposten verdiente der Anbieter von Marken wie Chevrolet und GMC aber mit 1,65 Dollar je Aktie deutlich mehr als von Analysten erwartet, ausschlaggebend waren dafür Rekordabsätze für teure SUVs und Pickups in den USA. Die Aktie stieg vorbörslich um 1,7 Prozent.

Auch aufs Jahr gesehen stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 3,9 Milliarden Dollar, nach einem Plus von 9,4 Milliarden vor einem Jahr. Neben der Steuerbelastung verbuchte GM auch einen 6,2 Milliarden Dollar schweren Sonderverlust durch den Verkauf des deutschen Autobauers Opel und seiner britischen Schwestermarke Vauxhall an den französischen PSA-Konzern. Der Umsatz ging wegen insgesamt weniger verkauften Autos in Nordamerika um 2,4 Prozent auf 145,6 Milliarden Dollar zurück. Der US-Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge war 2017 nach mehreren Rekordjahren in Folge erstmals wieder etwas abgekühlt.