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Der drittgrößte Stahlhersteller Japans Kobe Steel hatte Anfang Oktober eingestanden, dass Daten über die Stärke und Haltbarkeit seiner Aluminium- und Kupferprodukte, die den Kunden geliefert wurden, gefälscht waren. Nun schaltet sich das US-Justizministerium ein. - Bild: Pixabay

Wie Kobe Steel mitteilte, hat das Ministerium Informationen zu Produkten angefordert, die die Norm nicht erfüllen und an Kunden in den USA verkauft wurden. Das japanische Unternehmen will die Anforderungen erfüllen, wie ein Sprecher sagte.

Fristsetzung von Tokios Regierung

Der drittgrößte Stahlhersteller Japans hatte am 8. Oktober eingestanden, dass Daten über die Stärke und Haltbarkeit seiner Aluminium- und Kupferprodukte, die den Kunden geliefert wurden, gefälscht waren. Unter den Kunden sind auch die Autohersteller Toyota, Honda, Subaru und Nissan.

Der Skandal droht das Vertrauen in die japanische Industrie zu erschüttern. Die Regierung in Tokio hat dem Konzern eine Frist bis Ende des Monats gesetzt, um zu klären, ob es bezüglich der Produkte Sicherheitsbedenken gibt.

Seit der erstmaligen Veröffentlichung sind immer mehr Fälschungen bekannt geworden. Die Gesamtzahl der betroffenen Unternehmen liegt bei 500. Einige der Fälschungen gehen bis in das Jahr 2007 zurück.

Die Ermittlungen dauern laut Kobe Steel an. Im Rahmen der Untersuchungen könnten weitere Qualitätsprobleme veröffentlicht werden.

Schaden für General Motors, Toyota und Boeing

Das US-Justizministerium hatte seinen Antrag am 16. Oktober an die US-Niederlassung von Kobe Steel übermittelt. Aluminium, das die Norm nicht erfüllt, ist in Autos von General Motors und Toyota verbaut worden, außerdem in Boeing-Flugzeugen. Bislang sind in diesem Zusammenhang keine Sicherheitsprobleme gemeldet oder Rückrufe in die Wege geleitet worden.