Fiat

In der Klage gegen Fiat ist von sogenannten "Defeat Devices" die Rede, also Vorrichtungen zur bewussten Hintergehung der Behörden. - Bild: Fiat

Das US-Justizministerium reichte im Namen der Umweltbehörde EPA bei einem Bundesgericht in Detroit Zivilklage gegen den Konzern ein. Fiat Chrysler habe gegen US-Umweltgesetze verstoßen, teilte die EPA mit.

Die Behörden werfen Fiat Chrysler vor, in knapp 104.000 Fahrzeugen mit Drei-Liter-Dieselmotoren eine Software verbaut und diese im Genehmigungsprozess verschwiegen zu haben. Diese Software habe den Fahrzeugen einen überhöhten Abgasausstoß ermöglicht. In der Klage ist von sogenannten "Defeat Devices" die Rede, also Vorrichtungen zur bewussten Hintergehung der Behörden.

Bei den betroffenen Fahrzeugen handelt es sich um Geländewagen der Marke Jeep Grand Cherokee und Pickup-Trucks der Marke Ram der Modelljahre 2014 bis 2016.

Die Umweltbehörde EPA hatte Fiat Chrysler im Januar beschuldigt, die fragliche Software verbaut und diese verschwiegen zu haben, sprach aber bislang nicht von einem Defeat Device wie bei Volkswagen. Der deutsche Autohersteller hatte einen solchen Defeat Device 2015 zugeben und Milliarden an Strafen zahlen müssen.

Fiat Chrysler hatte erst am Freitag angesichts der Vorwürfe angekündigt, die betroffenen Fahrzeuge umzurüsten. In einer ersten Stellungnahme gab sich das Unternehmen enttäuscht darüber, dass die Behörden den Weg der Klage gewählt haben. Man arbeite seit Monaten mit der EPA an einer Lösung. Der Konzern werde sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen.