Volkswagen

Volkswagen darf in den USA die manipulierten Drei-Liter-Diesel nachrüsten. - Bild: Pixabay

Wie US-Behörden mitteilten, werden einige der betroffenen Modelle der Marken VW, Audi und Porsche per Softwareupdate repariert. Bei anderen Modellen müsse die Hardware, sprich technische Umbauten, verändert werden. Die Genehmigung umfasst die Modelle VW Touareg und Porsche Cayenne der Baujahre 2013 bis 2016 sowie Audi Q7 der Baujahre 2013 bis 2015.

Der Wolfsburger Konzern hatte in den USA zugesichert, mehr als 80.000 Dieselfahrzeuge mit Drei-Liter-Motoren entweder zu reparieren oder zurückzukaufen. Im Mai hatte ein Gericht genehmigt, dass VW für die Reparatur und Nachrüstung 1,2 Milliarden Dollar zahlt. Bei einer ausbleibenden Genehmigung der Behörden für die Nachrüstung wurde damals eine Zahlung von bis zu 4 Milliarden Dollar festgesetzt.

Eine VW-Sprecherin erklärte, dass der Konzern mit den Behörden eng zusammenarbeite, um so schnell wie möglich eine Lösung für die restlichen Modelle mit Drei-Liter-Dieselmotoren zu präsentieren. Die Reparaturen seien für die Kunden kostenlos.

Die US-Umweltbehörden EPA und CARB hatten Testdaten und technische Informationen der betroffenen Fahrzeuge ausgewertet. Mit den Updates und Umbauten sollen die Autos künftig die Abgasvorschriften ohne Einschränkungen bei der Zuverlässigkeit oder Langlebigkeit einhalten.

VW hatte im September 2015 unter dem Druck der US-Ermittlungen die Manipulationen der Emissionswerte von Stickoxiden bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugegeben. Während VW in den USA Milliarden für Entschädigungen und Rückrufe zahlt, werden die Mängel in Europa durch Rückrufaktionen behoben. Ende September hatte VW die Vorsorge für die Dieselthematik auf rund 25,1 Milliarden von etwa 22,6 Milliarden Euro aufgestockt.