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China möchte in Zukunft eine Quotenregelung für die Herstellung von Elektroautos einführen. - Bild: Pixabay

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, ist optimistisch für eine Einigung mit China im Streit um Quoten für Elektro-Autos. "Mein Eindruck ist, dass sich da etwas bewegt", sagte Wissmann am Mittwoch in Berlin.

China will Autoproduzenten mit einer Quotenregelung dazu zwingen, mehr Elektroautos herzustellen. Die Luftqualität in einigen Metropolen des Reichs der Mitte ist katastrophal. Die Quote sollte nach einer ursprünglichen Planung 2018 schon bei 8 Prozent der Neuwagen liegen, 2019 bei 10 Prozent und 2020 bei 12 Prozent. Wer die Quote nicht erreicht, soll mit Strafzöllen belegt werden. Für die deutschen Hersteller waren die Pläne ein Schock und wären in dieser kurzen Zeit nicht zu erfüllen gewesen. Die Bundesregierung setzte sich deshalb frühzeitig für längere Übergangsfristen und Ausnahmen ein.

 

Laut Wissmann kam aber auch von den chinesischen Autokonzernen Kritik an dem Vorstoß der kommunistischen Führung. "Einiges spricht dafür, dass die Kritik der chinesischen Hersteller auf fruchtbaren Boden fällt", sagte Wissmann. Sie sei in der Wirkung stärker als die Bedenken aus dem Ausland.

Der oberste deutsche Autolobbyist kündigte für die nächsten Jahre eine große Modelloffensive der deutschen Hersteller bei den batteriebetriebenen Wagen an. Sind heute 30 Modelle auf dem Markt, sollen es schon 2020 um die 100 sein.