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Der Verband der Automobilindustrie VDA rechnet 2017 mit einem Zuwachs des Pkw-Weltmarktes von 3 Prozent auf knapp 85 Millionen Fahrzeuge. - Bild: Audi

Das sei aber insgesamt betrachtet "erfreulich", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann während des Neujahrsempfangs in Berlin. Vergangenes Jahr lag der Zuwachs noch bei 6 Prozent. In der Debatte um Strafzölle in den USA warnte Wissmann vor den Folgen solcher Maßnahmen.

"Mit dem Aufbau von Zöllen oder Importsteuern würden sich die USA langfristig ins eigene Fleisch schneiden", erklärte Wissmann am Mittwochabend. Protektionismus habe noch nie dauerhaft ein wirtschaftliches Problem auf der Welt gelöst. Für die deutschen Automobilhersteller seien die USA der zweitgrößte Exportmarkt und ein wichtiger Produktionsstandort, von dem aus der Weltmarkt beliefert werde.

Deutsche wichtige Exporteure in USA

"In den vergangenen sieben Jahren haben wir unsere Light-Vehicles-Produktion dort auf 850.000 Einheiten vervierfacht", so Wissmann laut Redetext. Mehr als die Hälfte der Fahrzeuge, die die deutschen Hersteller in den USA fertigten, würden exportiert. "Das zeigt: Die USA ihrerseits sind eng verflochten mit der Welt und können kein Interesse daran haben, dass wir gegenseitig in protektionistische Tendenzen verfallen."

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte BMW und anderen deutschen Herstellern jüngst mit Strafzöllen von bis zu 35 Prozent gedroht, wenn sie Fabriken in Mexiko statt in USA errichten und ihre Fahrzeuge von dort in die USA exportieren wollen. Bislang zahlen sie wegen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta darauf keine Importzölle.

Großbritannien bereitet Sorgen

Neben den Entwicklungen in den USA bereitet auch Großbritannien Sorgen. Als wichtigstes Exportland für die deutsche Autobranche berge der angekündigte "hard brexit" erhebliche Risiken, erklärte Wissmann. "Aus Sicht der deutschen Automobilindustrie muss alles getan werden, um den bislang ungehinderten Waren- und Dienstleistungsverkehr zwischen Großbritannien und den anderen EU-Ländern auch künftig zu ermöglichen", forderte der VDA-Präsident.

Der Verband legte zudem ein an die Politik adressiertes Strategiepapier mit zehn Punkten vor, das Themen wie Elektromobilität, Digitalisierung oder Ladeinfrastruktur beinhaltet. Die Strategie werde nur dann erfolgreich sein, so der VDA, wenn die Politik den Weg dazu ebnet und ihn nicht blockiere. Es sei ein "vernünftiger Ausgleich" zwischen Klima- und Industriepolitik notwendig. "Ein Verbot des Verbrenners zählt nicht dazu, ebenso wenig eine 'Quotenregelung' für Elektroautos, wie sie die Bundesumweltministerin fordert", so Wissmann.

Diese Autobauer fertigten 2016 die meisten Autos in Mexiko

  • Insgesamt produzierten die Automobilhersteller im Jahr 2016 gut 3.453.000 Autos in Mexiko. - Bild: Mexiko

    Insgesamt produzierten die Automobilhersteller im Jahr 2016 gut 3.453.000 Autos in Mexiko. - Bild: Mexiko

  • Toyota produzierte 137.500 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 33.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Toyota

    Toyota produzierte 137.500 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 33.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Toyota

  • Kia produzierte 101.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen über 58.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: - Kia

    Kia produzierte 101.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen über 58.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: - Kia

  • Mazda produzierte 148.500 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 55.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: - Mazda

    Mazda produzierte 148.500 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 55.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: - Mazda

  • Honda produzierte 259.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen über 90.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: - Honda

    Honda produzierte 259.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen über 90.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: - Honda

  • Volkswagen produzierte 422.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen über 247.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: VW

    Volkswagen produzierte 422.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen über 247.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: VW

  • Ford produzierte 390.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 102.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Ford

    Ford produzierte 390.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 102.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Ford

  • Fiat-Chrysler (hier im Bild die Tochtermarke Jeep) produzierte 455.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 88.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Fiat-Chrysler

    Fiat-Chrysler (hier im Bild die Tochtermarke Jeep) produzierte 455.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 88.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Fiat-Chrysler

  • General Motors (hier im Bild die Tochtermarke Chevrolet) produzierte 694.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 309.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Toyota

    General Motors (hier im Bild die Tochtermarke Chevrolet) produzierte 694.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen fast 309.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Toyota

  • Nissan produzierte 846.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen mehr als 401.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Toyota

    Nissan produzierte 846.000 Autos im Jahr 2016 in Mexiko. Davon gingen mehr als 401.000 in den Export unter anderem in die USA. - Bild: Toyota