Dass das hohe Wachstum nun eine Verschnaufpause einlegt, scheint für viele Maschinen- und

Dass das hohe Wachstum nun eine Verschnaufpause einlegt, scheint für viele Maschinen- und Anlagenbauer eine Entlastung zu sein (Bild: Fotolia - Oliver J. Graf).

FRANKFURT (ks). Die hohe durchschnittliche Kapazitätsauslastung wertet der VDMA als Beleg dafür, wie gut und schnell der Maschinenbau aus der Krise gekommen ist. Auch wenn sich die Dynamik der Auftragseingänge im zweiten Halbjahr beruhigen werde, so VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann, hält der VDMA an seiner Jahresprognose von einem Produktionsplus von 14% fest – die Brache wäre damit nur 6% unter dem Niveau des Rekordjahres 2008.

Eine Seitwärtsbewegung der Auftragseingänge scheint aktuell auch kein Grund zur Sorge für viele Mitgliedsfirmen, so der VDMA – im Gegenteil: Dass die Auftragseingänge im gesamten Maschinenbau inzwischen an Dynamik verloren haben und sich dieser Trend auch im zweiten Halbjahr fortsetzen dürfte, empfinden dem Bericht der FAZ zufolge viele Unternehmenslenker als entlastend.

Vielmehr sei die Materialbeschaffung das derzeit schwierigste Thema überhaupt, so Rüdiger Kapitza, Vorstandschef von Gildemeister, im FAZ-Bericht „Auf Materialsuche“ vom 4.8.2011. “Wir könnten noch viel mehr Maschinen ausliefern, wenn wir die dafür benötigten Komponenten bekämen”, sagte Kapitza der Zeitung stellvertretend für viele in der Branche.

Auch VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse konstatiert, dass die Lage aktuell insgesamt sehr stabil und gut sei, Risiken dürfen aber nicht vernachlässigt werden. Hier nennt Hesse explizit Unwägbarkeiten, die sich aus der Staatsverschuldung und dem starken Euro ergeben.