Die Auftragslage im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Februar spürbar erholt und damit einen Teil der zweistelligen Rückgänge im Vormonat aufgeholt

Die Auftragslage im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hat sich im Februar spürbar erholt und damit einen Teil der zweistelligen Rückgänge im Vormonat aufgeholt. - Bild: Schaeffler KG (FAG)

Das Ordervolumen lag um real 7 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Besonders kräftig fiel der Zuwachs aus dem Inland mit 12 Prozent aus, die Aufträge aus dem Ausland legten um 5 Prozent zu.

Die Branche hatte einen außergewöhnlich schwachen Jahresstart erwischt. Der Auftragseingang war im Januar um 12 Prozent abgesackt. Dabei war das Minus aus dem Ausland mit 14 Prozent höher als das inländische mit 8 Prozent.

Durch die Belebung im Februar hat sich die Lage im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich verbessert. Für Dezember bis Februar errechnet sich ein Plus von 2 Prozent, das sich aus 1 Prozent Zuwachs bei den inländischen Bestellungen und 3 Prozent bei ausländischen ergibt.

Aufbruchsstimmung will VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers aus der Februar-Belebung allerdings nicht ableiten. "Die Messlatte für den Vorjahresvergleich zum Februar 2015 lag recht niedrig." Außerdem habe das Auftragsvolumen aus Nicht-Euro-Ländern nur dank das Großanlagengeschäfts angezogen.

Mit etwas über einer Million Beschäftigten ist der Maschinen- und Anlagenbau der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Die Maschinenbaubranche umfasst neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Unternehmen wie Thyssenkrupp, Kuka oder MAN. Der VDMA repräsentiert rund 3.100 vorrangig mittelständische Firma.