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VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann: „Die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern war stärker als aus den Nichteuro-Ländern.“ - Bild: VDMA

Wie fiel der Auftragseingang im Oktober aus?

Olaf Wortmann: "Im Oktober war der Auftragseingang gut gelaufen, er konnte nahtlos an die guten Ergebnisse der vergangenen Monate anschließen. Insgesamt steht ein Plus von neun Prozent in den Büchern.

Die Auslandsnachfrage war wieder überdurchschnittlich gut dabei: zehn Prozent Plus wurden hier erreicht. Und wie so häufig in den vergangen Monaten war die Nachfrage aus den Europartnerländern diesmal mit Plus 17 Prozent stärker als aus den Nicht-Euro-Ländern. Diesmal mit Plus acht Prozent.

Das Inlandsgeschäft kam auch auf nennenswertes Wachstum im Oktober. Sieben Prozent steht hier in den Büchern. Allerdings war es in den vergangenen Monaten immer mal wieder auch zu Minusraten oder nur zu sehr kleinen Plusraten gekommen."

Was treibt die Konjunktur im Maschinenbau an?

Wortmann: "Gegenwärtig wird die Konjunktur im Maschinenbau ganz klar von den Exporten angetrieben. Sie stiegen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um 6 Prozent. Und das Wachstum fand auf breiter regionaler Basis statt. Lediglich zwei Regionen waren mit Minusraten dabei: Das waren der Nahe und Mittlere Osten und Afrika. Die größten Wachstumsbeiträge kamen aus den USA und aus China.

Das Inlandsgeschäft wird zwar auch auf ein kleines Wachstum dieses Jahr kommen, fällt aber als richtig starker Wachstumsmotor noch aus. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Die Produktionsprognose für 2017, die drei Prozent Wachstum, können wir erreichen dank der guten Situation bei den Exporten, und trotz des nur kleinen Wachstums im Inlandsgeschäft."

Wie entwickelt sich der Weltmarkt für Maschinen in diesem Jahr?

Wortmann: "In diesem Jahr kann der Weltmarkt für Maschinen deutlich aufholen, nachdem er im vergangenen Jahr nur ein mageres Wachstum von einem Prozent gebracht hat. Die Konjunktur war 2016 in vielen Ländern der Erde zwar gut, aber sie wurde hauptsächlich vom Konsum und vom Bau getragen. Und daran konnte natürlich der Maschinenbau kaum partizipieren.

Das ändert sich in diesem Jahr beziehungsweise es hat sich schon geändert. Die Investitionsgüternachfrage ist weltweit wieder besser als im Jahr 2016. Und wir rechnen damit, dass wir in diesem Jahr sechs Prozent Wachstum im Weltumsatz mit Maschinen erreichen können. Und kein Wunder: In Asien liegt das Wachstum über dem Durchschnitt und das liegt auch, aber nicht nur, an der guten Situation in China."