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Die Bafin ermittelt wegen möglichem Isiderhandel mit Linde-AKtien. - Bild: Linde

Der Gasehersteller Linde steht derzeit kurz vor dem zweiten Anlauf zur Fusion mit dem US-Rivalen Praxair. Als die Pläne zum Zusammenschluss Mitte August 2016 erstmals offiziell bestätigt wurden und sich die Linde-Aktie vorübergehend um gut 20 Prozent verteuerte, hatte die Bafin eine routinemäßige Überprüfung gestartet.

Diese sei nun abgeschlossen und die zweite Stufe eingeleitet worden, bestätigte Bafin-Sprecherin Anja Schuchhardt den Spiegel-Bericht. Diese sogenannten förmlichen Insideruntersuchungen richten sich gegen einzelne Personen.

Auf die Frage, ob die Behörde konkret Wolfgang Reitzle ins Visier genommen habe, sagte Schuchhardt: "Wir äußern uns nicht zu Personen. Wir sehen uns den kompletten Handel mit Linde-Aktien an."

Laut dem Magazin richten sich die Untersuchungen gegen Reitzle. Der Manager hat, wie auch aus Pflichtmitteilungen des Unternehmens ersichtlich ist, im vergangenen Juni mehrmals Linde-Aktien im Wert von insgesamt rund einer halben Million Euro gekauft.

Wie der Spiegel schreibt, hat er diese Geschäfte getätigt, obwohl intern schon damals über einen Zusammenschluss diskutiert worden sei, die Öffentlichkeit davon aber noch nichts gewusst habe. Dies bedeute, die Behörde gehe gezielt dem Verdacht nach, dass einzelne Personen, die frühzeitig in die Pläne eingeweiht waren, ihr Wissen eingesetzt und für privilegierte Käufe genutzt haben könnten.

Linde-Sprecher Frank Herkenhoff wollte den Bericht nicht kommentieren.