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Das Bundesverkehrsministerium will wegen der neuen Vorwürfe gegen Audi aus den USA vorerst keine Sonderprüfung verhängen. - Bild: Pixabay

"Uns liegen keine Informationen zu dem Sachverhalt der CARB (kalifornische Umweltbehörde) vor", so der Sprecher von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Montag.

Die deutsche Fahrzeugbehörde soll die Daten bei den Amerikanern anfordern. Erst danach will das Ministerium darauf reagieren, wie der Sprecher ergänzte.

Die kalifornischen Beamten entdeckten jüngst in Audi-Modellen mit starker Motorisierung eine Software, mit der anscheinend bei CO2-Emissionen geschummelt wurde. Vor rund vier Monaten fiel die Software bei Labortests des California Air Resources Board (CARB) auf, so ein Insider gegenüber Dow Jones Newswires. Weder Volkswagen noch die CARB haben allerdings bisher die Vorwürfe offiziell bestätigt.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer griff Verkehrsminister Dobrindt wegen der neuerlichen Wendung im VW-Abgasskandal scharf an. "Dass Dobrindt bis heute beim Abgasskandal nicht durchgreift, ist der Skandal im Skandal", schimpfte Krischer in der Rheinischen Post. Wieder hätten die US-Behörden die Manipulationen festgestellt und nicht die hierzulande zuständigen Stellen.

Das Verkehrsministerium verwies darauf, dass die umfassenden Nachprüfungen des Kohlendioxid-Ausstoßes verschiedenster Modelle noch nicht abgeschlossen seien und es erst am Ende dieser eine Bewertung anstehe.