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Gibt es bei VW in Sachen Abgas weitere Manipulationen? Das Bundesverkehrsministerium hält das für möglich. - Bild: Pixabay

"Es werden kontinuierlich noch immer Untersuchungen vorgenommen", ergänzte er. Bei der Konzerntochter Audi werde jetzt noch einmal verstärkt nach Betrugssoftware geschaut.

Am Donnerstagabend hatte Dobrindt Audi der Motormanipulation bei 24.000 Autos beschuldigt. Der Autobauer hat für die betroffenen Fahrzeuge der Modelle A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren aus den Baujahren 2009 bis 2013 bereits einen Rückruf angekündigt. Die verbaute Schummelsoftware erkannte laut dem Minister, wann ein Fahrzeug auf dem Abgasprüfstand stand und schaltete dann die Abgasreinigung ein.

Der Volkswagen-Konzern und die Experten der Kraftfahrtbehörde nehmen gemeinsam die Motoren und die dazugehörige Steuersoftware unter die Lupe. Das ginge wegen der technischen Raffinesse nur in dieser Form, so der Ministeriumssprecher. "Deshalb wird in dieser Form verfahren."

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verlangt nach dem erneut hochgekochten Diesel-Skandal von Audi die volle Kostenübernahme für den Rückruf. "Ich erwarte, dass alle Fahrzeuge nachgerüstet werden und zwar auf Kosten der Hersteller", sagte Hendricks in Berlin. Die Autokonzerne müssten sich endlich ehrlich machen und die Gesundheit der Bürger ernst nehmen.

Deutschland größter Industriekonzern Volkswagen wird seit dem Herbst 2015 von dem Abgasskandal durchgeschüttelt. Er kostete die Wolfsburger und ihre Töchter bereits etliche Milliarden Euro. Betrogen wurde bei Millionen Autos aus dem Hause VW. Gegen ehemalige und aktive Konzernmanager laufen Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft.

Dieselgate: Der VW-Abgas-Skandal in Bildern

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    Die Manipulationen von Dieselmotoren haben Volkswagen in die teuerste und heftigste Krise der Firmengeschichte gestürzt. Die Ereignisse des VW-Skandals im Überblick. Bild: Pixabay/VW

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    2005-2006: Medienberichten zufolge soll bereits während der Amtszeit von VW-Chef Bernd Pischetsrieder (links) und VW-Markenchef Wolfgang Bernhard (rechts) die Entscheidung zum Einbau der Manipulations-Software in Diesel-Fahrzeugen gefallen sein. Bilder: acatech-D. Ausserhofer/ Daimler

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    2007: Martin Winterkorn, der bisher die VW-Tochter Audi geleitet hatte, übernimmt die Nachfolge von Konzernchef Pitschetsrieder. Bild: VW

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    2008: VW beginnt seine "Clean Diesel"-Kampagne in den USA. Es werden tausende vermeintlich saubere Motoren verkauft, deren Software allerdings Prüfstand-Tests erkennen kann und nur dann die Abgas-Reinigung auf vollen Touren laufen lässt, wenn geprüft wird. - Bild: Screenshot VW

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    2014: Eine Studie des Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT) und der Universität West Virginia deckt erhöhte Emissionswerte bei einigen Volkswagen-Modellen in den USA auf. Am 3. September 2015 räumt VW gegenüber der amerikansichen Umweltbehörde EPA (Bild) die Manipulation der Abgaswerte ein, schweigt aber gegenüber der Öffentlichkeit. - Bild: Greychr/ CC BY-NC-SA 2.0/ flickr

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    Erst knapp drei Wochen später, am 20. September 2015, nachdem die EPA die Vorwürfe öffentlich gemacht hat, kündigt Winterkorn eine umfassende Erklärung an. Drei Tage danach muss er von seinem Posten als VW-Vorstandsvorsitzender zurücktreten. - Bild: VW

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    Sein Nachfolger wird am 25. September 2015 der damalige Porsche-Chef Matthias Müller, der den Abgasskandal als "größte Bewährungsprobe" für VW bezeichnet. Unterdessen rollt in den USA eine regelrechte Klagewelle auf den Konzern zu. - Bild: VW

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    Anfang Oktober stellt VW eine Internetseite bereit, auf der Kunden prüfen können, ob ihr Fahrzeug mit einem manipulierten Diesel-Motor fährt - Weltweit sind dies rund 11 Millionen Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda. - Bild: Screenshot/VW

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    Neuer Aufsichtsrat des VW-Konzerns wird am 7. Oktober 2015 der bisherige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Unterdessen durchsuchen Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Büros in der Wolfsburger Konzernzentrale und stellen Dokumente und Datenträger sicher. - Bild: VW

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    Mitte Oktober 2015 ordnet das Kraftfahrt-Bundesamt den Rückruf von 2,4 Millionen VW-Diesel-Fahrzeugen an. VW weitet die Rückrufaktion freiwillig auf ganz Europa und damit auf 8,5 Millionen Autos aus. - Bild: KBA

  • 3 Liter Diesel, VW, Abgasskandal

    Schock Anfang November: Die Diesel-Affäre weitet sich nun auch auf 3-Liter-Motoren aus, die laut der US-Umweltbehörde EPA auch von Manipulationen betroffen sind. Obendrein räumt VW ein, nicht nur bei den Stickoxid- sondern auch bei den CO2-Werten manipuliert zu haben. - Bild: VW

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    Ende November 2015 legt VW den US-Behörden einen ersten plan zur Bewältigung des Abgasskandals vor, während das Kraftfahrt-Bundesamt bereits Vorschläge zur Umrüstung betroffener Fahrzeuge genehmigt. Der Schadstoffausstoß soll überraschend einfach mithilfe von Software-Updates und.... - Bild: VW

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    ...dem Einbau neuer Luftgitter, so genannter Strömungsgleichrichter, gesenkt und so die gesetzlichen Werte eingehalten werden. - Bild: VW

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    Am 10. Dezember 2015 äußern sich VW-Vorstandschef Müller (rechts) und Aufsichtsratschef Pötsch (mitte) erstmals seit Bekanntwerden des Abgas-Skandals live vor Journalisten und geben Fehler zu. Der Skandal soll den Konzern nach Aussagen der neuen Führung in einen beschleunigten technologischen Wandel führen. - Bild: VW

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    Kurz nachdem das US-Justizministerium eine Klage gegen VW eingereicht hat, sorgt VW-Chef Müller Anfang Januar 2016 im Umfeld der US-Motoren-Show in Detroit für Verwirrung. Er spricht von technischen Versehen und das die US-Gesetzeslage wohl "falsch interpretiert" worden sei. Diesen Verharmlosungen folgt in den USA eine Welle von Wut und Entrüstung. - Bild: VW

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    Für den EX-VW-Chef Martin Winterkorn wird die Sachlage im Abgasskandal immer ungemütlicher. Laut einer umfangreichen Mitteilung des Konzerns zu den zeitlichen Abläufen hätte der Manager schon weit vor Bekanntwerden des Skandals von den Manipulationen wissen können. Recherchen von NDR, WDR und SZ kommen gar zudem Ergebnis, dass der VW-Konzern die Affäre bewusst verschwiegen hat. - Bild: Audi AG/CC BY-NC-SA 2.0/flickr

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    Am 10. März 2016 muss dann auch US-Chef Michael Horn überraschend seinen Hut nehmen. Unterdessen sollen bei VW entgegen ursprünglicher Ankündigungen nun doch Stellen gestrichen werden: Jeder zehnte Arbeitsplatz in der Verwaltung, insgesamt rund 3.000 Stellen, soll wegfallen. - Bild: VW

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    Während die Klagewelle gegen VW weiter rollt, einigt sich VW Ende April mit den US-Behörden auf ein weiteres Vorgehen im Abgasskandal. Anfang Juni 2016 kommt in Europa die größte Rückrufaktion der VW-Geschichte in Gang, nachdem das Kraftfahrt-Bundesamt die Umrüstung hunderttausender VW-Autos genehmigt hat. - Bild: VW

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    Am 10. September 2016 räumt ein VW-Ingenieur vor einem US-Gericht seine Mitschuld am VW-Abgas-Skandal ein und sagt aus, dass die Arbeit an der Manipulations-Software bereits im Jahre 2006 begonnen habe. Unterdessen tauchen in den Medien neue Berichte auf, wonach Ex-VW-Chef Winterkorn Ende Juli 2015 von VW-Entwicklern über die illegale Software unterrichtet worden sein soll. - Bild: Screenshot/Youtube/Tagesschau

  • Moia, VW, Konzernreform, Elektromobilität

    Im November 2016 Stellt VW ein Reformpaket vor, das bis zum Jahr 2015 unter anderem milliardenschwere Investitionen in alternative Antriebsarten und einen weltweiten Stellenabbau beinhaltet. Zudem wird mit "Moia" eine neue Marke für Mobilitätsservice vorgestellt. - Bild: VW

  • VW, Jahreshauptversammlung

    Mitte Januar 2017 kann in Wolfsburg wenigstens teilweise aufgeatmet werden: Die milliardenschwere Einigung zwischen Volkswagen und der US-Regierung ist in trockenen Tüchern. Teil der Vereinbarung ist neben der Strafzahlung von 4,3 Milliarden US-Dollar ein Schuldeingeständnis des DAX-Konzerns, etwa einer halbe Million Dieselautos in den USA manipuliert und die Justiz bei ihren Ermittlungen behindert zu haben. Gleichzeitig wurde allerdings bekannt, dass.... - Bild: VW

  • Abgasskandal, VW

    sechs VW-Manager im Zuge des Abgasskandals von den US-Behörden beschuldigt werden - einer wurde vom FBI verhaftet. Der zuständige Richter entschied am Donnerstag, dass Oliver S. nicht gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werde. Angesichts der Schwere der Vorwürfe und der Tatsache, dass der Manager in Deutschland geboren sei und dort lebe, bestehe Fluchtgefahr, erklärte Richter William Turnoff und verweigerte eine Freilassung auf Kaution. Dem Manager drohe eine lebenslange Freiheitsstrafe. - Bild: fotolia/Ingo Bartussek

  • Winterkorn, VW, Abgasskandal

    Seit Ende Januar ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig nun auch gegen Ex-VW-Chef Winterkorn. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht gegen Winterkorn und weitere 37 Beschuldigte der "Anfangsverdacht des Betruges und der strafbaren Werbung nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb". Die Ermittlungen hätten zureichende Anhaltspunkte dafür erbracht, dass Winterkorn früher als von ihm öffentlich behauptet Kenntnis von der manipulierenden Software und deren Wirkung gehabt haben könnte. - Bild: VW