Airbus A400M

Deutschland hat den A400M im Verbund mit den sechs Nato-Staaten Belgien, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Türkei und Großbritannien geordert. - Bild: Airbus

Dabei geht es erst einmal jedoch nur um "theoretische Vorüberlegungen", wie Ministeriumssprecher Jens Flosdorff am Mittwoch in Berlin erklärte. Zuvor waren Probleme mit Haarrissen im Bereich des Flugzeugrumpfes bekannt geworden. Bei dem als Transall-Nachfolger vorgesehenen A400M gibt es außerdem Schwierigkeiten mit dem Propellerantrieb.

"Noch ist nicht richtig klar, wie gravierend die Probleme sind, die der Hersteller hat - die auch im Bereich des Herstellers liegen -, sowohl was die Triebwerke angeht, als auch was das Problem mit den Spanten im Rumpf angeht", sagte Flosdorff. "Da laufen jetzt Tests, die werden sich sicherlich noch hinziehen, auch in den nächsten Wochen, vielleicht auch Monaten", sagte der Sprecher von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Airbus muss Planung vorlegen

"Der Hersteller ist jetzt aufgerufen, eine belastbare Gesamtplanung vorzulegen, die alle aktuellen Probleme am A400M umfasst", sagte Flosdorff. Erst wenn hier ein Bild vorliege, könne man genau kalkulieren, welche Auswirkungen es gebe. Zunächst sei wichtig, dass der Hersteller eine Planung vorlege, "wie er die ganzen Probleme in den nächsten Monaten, in den nächsten Jahren in den Griff zu bekommen gedenkt."

Deutschland hat den A400M im Verbund mit den sechs Nato-Staaten Belgien, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Türkei und Großbritannien geordert. An die Luftwaffe sollen 53 Maschinen geliefert werden, davon sollen 13 weiterverkauft werden. Das neue Flugzeug zu Kosten von ursprünglich etwa 180 Millionen Euro pro Flugzeug-System soll eigentlich bis 2021 die betagte Transall-Flotte der Luftwaffe ersetzen. Ob dieser Zeitplan gehalten werden kann, ist derzeit offen.