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"Wir machen den Weg frei für die Fokussierung von Voith auf seine Engineering-Kompetenz im digitalen Zeitalter und eröffnen uns damit neue Chancen", sagte Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Voith GmbH.

Der Technologiekonzern Voith und von der Beteiligungsgesellschaft Triton beratene Fonds („Triton“) haben einen Kaufvertrag über den geplanten Verkauf des Konzernbereiches Voith Industrial Services unterschrieben. Beide Seiten vereinbarten, dass Triton den gesamten Konzernbereich mehrheitlich übernimmt und ihn unter neuem Markenauftritt und Unternehmensnamen fortführt.

Voith bleibt mit einer Finanzbeteiligung von 20 % weiterhin engagiert und wird den Übergang begleiten. Über weitere Einzelheiten des Kaufvertrages haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug des Vertrages steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

Voith hatte 2015 im Rahmen des konzernweiten Erfolgsprogramms Voith 150+ bekannt gegeben, sein Portfolio auf seine Technologie- und Engineering-Kompetenz für das digitale Zeitalter zu fokussieren. Für das im Konzernbereich Voith Industrial Services angesiedelte Geschäft mit technischen Industriedienstleistungen, die vor allem auf dem Prozess-Know-how der Kunden, zum Beispiel im Automobilbereich, beruhen, wurde daher ein neuer Eigentümer gesucht.

„Mit der heutigen Einigung haben wir einen weiteren zentralen Schritt auf dem Weg unseres Konzern-Umbaus hin zu einem Gestalter des digitalen Wandels der Industrie getan. Wir machen mit dem Verkauf den Weg frei für die Fokussierung von Voith auf seine Engineering-Kompetenz im digitalen Zeitalter und eröffnen uns damit neue Chancen“, erklärte Dr. Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung Voith GmbH.

Voith Industrial Services ist mit rund 18000 Mitarbeitern weltweit sowie über einer Mrd Euro Umsatz heute der weltweit größte Dienstleister für die Automotive-Industrie. Unter dem Dach des Voith-Konzerns hatte sich das Geschäft in den vergangenen fünfzehn Jahren sehr gut entwickelt. Der Umsatz hat sich seither mehr als verdreifacht, das Geschäft wurde in dieser Zeit klar auf Schlüsselindustrien und Dienstleistungen ausgerichtet.

Triton investiert in und unterstützt die positive Entwicklung von mittelständischen Unternehmen in Nordeuropa mit Sitz in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den vier nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden. In dieser Kernregion konzentriert sich Triton auf Unternehmen in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Konsumgüter/Gesundheitswesen. Derzeit hat Triton 27 Unternehmen im Portfolio mit einem kumulierten Umsatz von rund 12 Mrd Euro und rund 55000 Mitarbeitern.

Voith setzt Maßstäbe in den Märkten Energie, Öl & Gas, Papier, Rohstoffe und Transport & Automotive. Gegründet 1867 ist Voith heute mit rund 20000 Mitarbeitern, 4,3 Mrd Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas.