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Der Abgasskandal bei der Volkswagen-Gruppe könnte mehr Modelle betreffen als bislang bekannt. - Bild: Pixabay

Erhöhte Abgaswerte hätten aber auch Fahrzeuge von Ford und Citroën bei Tests im August gezeigt.

Laut dem Bericht produziert ein Audi-Kompaktmodell außerhalb der Routinetests mehr Abgase, was auf eine Manipulation hindeuten könnte. Demnach stößt der Audi A3 mit dem 2-Liter-Dieselmotor EA 288 unter bestimmten Bedingungen höhere Stickoxidemissionen aus. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.

Ein Audi-Sprecher sagte dazu, er könne keinen Kommentar abgeben, weil er keine Informationen zu der Studie habe. Er verwies aber darauf, dass das Audi-Modell in anderen unabhängigen Tests gut abgeschnitten habe.

Der Bericht der EU will auch beim Citroën C4 Cactus BlueHDi und beim Ford Fiesta GDI ein Überschreiten der legalen Abgasvorschriften erkannt haben. Ein Ford-Sprecher sagte, die Fahrzeuge des Konzerns würden keine Verfahren zur Manipulation von Abgastests verwenden und alle Emissionsvorschriften einhalten. Bei Citroën war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Eine Sprecherin von EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska sagte, der Bericht der Forschungsstelle werde derzeit intern geprüft. Sollten sich Verdachtsmomente ergeben, werde die Kommission die nationalen Regulierer der Fahrzeughersteller darüber informieren.

Der Bericht der EU steht im Gegensatz zu den Ergebnissen einer Untersuchung der Bundesregierung, die dem Audi-Modell im April das Einhalten der Abgasvorschriften bescheinigt hatte.