GENF (Dow Jones/ks)–Die geplante Integration des Autohändlers Porsche Salzburg Holding in den Volkswagen-Konzern stehe kurz bevor, sagte der CFO am Montagabend auf einer Veranstaltung im Vorfeld des Genfer Automobil-Salons. Danach folge die Kapitalerhöhung um 5 Mrd Euro bei der Porsche Automobil Holding SE.

Dazwischen sei wenig Zeit für andere Dinge. Das Unternehmen wolle einen Schritt nach dem anderem gehen und nicht alles zugleich in Angriff nehmen, sagte Pötsch mit Blick auf die Frist für die Kapitalerhöhung. Porsche will das Geld möglichst bis Ende Mai einsammeln, um damit einen Ende Juni fälligen Bankkredit von 2,5 Mrd Euro zurückzuzahlen. Der Rest solle in den Schuldenabbau fließen. Der Zeitplan gelte unverändert, sagte der CFO, weiter ohne dies näher auszuführen.

Die Aussichten für die geplante Fusion hatten sich in der vergangenen Woche wegen der weiterhin andauernden Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen zwei ehemalige Porsche-Vorstände verdüstert. Da die Untersuchungen länger dauerten als geplant, verringere sich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass die Verschmelzung wie geplant noch in diesem Jahr vonstatten gehe, sondern auch die Chance, dass die Transaktion überhaupt zustande komme, hatte Porsche mitgeteilt.

Mit Blick auf die geplante europäische Lkw-Allianz zwischen der schwedischen Tochter Scania und MAN wiederholte VW-Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piech jüngst von CEO Martin Winterkorn gemachte Aussagen. Demnach muss vor einer Transaktion zunächst der Rechtsstreit über den verbleibenden Anteil von MAN an der früheren Tochter Ferrostaal geklärt werden.