Porsche Cayenne

Im Dieselskandal bemängelt die US-Umweltbehörde nun auch Drei-Liter-Motoren, unter anderen im VW Touareg, Porsche Cayenne (Bild) und im Audi A8. - Bild: Porsche

Das teilte die US-Umweltschutzbehörde EPA mit. Damit sind auch größere Diesel-Motoren betroffen als bislang bekannt.

Die Behörde informierte Volkswagen darüber, dass die Software auch in neueren Pkw der Marken VW, Audi und Porsche der Modelljahre 2014 bis 2016 eingebaut wurde. Betroffen sind rund 10.000 Diesel-Fahrzeuge, die seit dem Modelljahr 2014 bereits in den USA verkauft wurden, unter anderen in den Premiummodellen VW Touareg, Porsche Cayenne und im Audi A8. Die Zahl der betroffenen Modelle aus dem Jahr 2016 sei nicht bekannt, so die EPA.

Der Wolfsburger Konzern hat eingeräumt, in weltweit bis zu elf Millionen Autos eine Software eingebaut zu haben, die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen bei Tests manipuliert.

Die Volkswagen-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit deutlichen Abschlägen auf die neuen Vorwürfe aus den USA. Die Vorzugsaktie notierte um 20 Uhr bei 108,8 Euro und damit fast vier Prozent tiefer als zum Schluss des regulären Handels am frühen Abend.

Volkswagen weist Vorwürfe zurück

Volkswagen bestätigte, von der EPA die Mitteilung erhalten zu haben, dass "bei Fahrzeugen mit V6-TDI-Dieselmotoren eine Software-Funktion vorhanden sei, die im Genehmigungsprozess nicht hinreichend beschrieben worden sei. Die Volkswagen AG betont, dass keine Software bei den 3-Liter-V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern", hieß es in der Mitteilung. Volkswagen werde mit der US-Behörde vollumfänglich kooperieren, um den Sachverhalt rückhaltlos aufzuklären.

Die EPA und die kalifornischen Umweltschutzbehörde CARB haben angesichts der neuen Vorwürfe beide Ermittlungen gegen den Autobauer aus Wolfsburg eingeleitet.