VW Dieselmotor

Volkswagen einigt sich mit US-Händlern auf Zahlungen wegen Dieselskandal. - Bild: VW

Das sagte ein Anwalt der Autohäuser am Donnerstag in einer Anhörung vor dem Bundesbezirksgericht in San Francisco. Der Händler-Vertreter ließ zunächst offen, wie hoch die Zahlungen an die US-Autohäuser ausfallen. Der zuständige Richter Charles Breyer gab den Parteien bis zum 30. September Zeit, um die Details der Einigung bei dem Gericht einzureichen.

"Unsere Händler sind unsere Partner"

Volkswagens US-Chef Hinrich Woebcken sprach in einer ersten Stellungnahme von einem "sehr wichtigen Schritt". "Unsere Händler sind unsere Partner und wir schätzen ihre anhaltende Loyalität und Leidenschaft für die Marke Volkswagen", so Woebcken.

US-Anwalt Steve Berman, welcher die Händler gegen den Autobauer vertritt, erklärte, daß die Einigung ihrer Ansicht nach nicht nur eine Entschädigung für ihre Verluste bringe, sondern auch "einen klaren Kurs für die Erholung der Marke Volkswagen in den USA vorgebe".

Hinrich Woebcken
Hinrich Woebcken: "Unsere Händler sind unsere Partner und wir schätzen ihre anhaltende Loyalität und Leidenschaft für die Marke Volkswagen." - Bild: VW

Noch keine Lösung für Modelle mit 3,0-Liter-Diesel-Motor

Charles Breyer, bei dem Hunderte Zivilklagen gebündelt sind, hat am Donnerstag den Zeitdruck auf den Wolfsburger Autobauer erhöht. Bis zum 24. Oktober müsse VW die nötigen Unterlagen zur Klärung des Falls beim US-Umweltamt EPA einreichen, ordnete der Richter an.

Es geht um etwa 85.000 Diesel-Fahrzeuge mit größeren 3,0-Liter-Motoren, die mit in den USA verbotener Software zur Abgaskontrolle ausgestattet sind.

Dem Konzern drohen weitere Klagen von US-Bundesstaaten, die man gerne mit einem weiteren Vergleich beilegen will. Die US-Bundesstaaten New York, Pennsylvania, Massachusetts und Maryland fordern Hunderte Millionen Dollar an zusätzlichen Strafen von Volkswagen. Der Bundesstaat Washington hatte wegen der Verletzung von Luftreinheitsgesetzen ein Bußgeld von 176 Millionen Dollar verhängt. Zudem können bis zu 14 weitere Bundesstaaten ebenfalls Ansprüche gegen Volkswagen geltend machen.

Mit Material von Stuttgarter Nachrichten und Spiegel Online