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Der Rekordabsatz von 4.517 Fahrzeugen in Südkorea dürfte auf die aggressive Marketingkampagne von Volkswagen zurückzuführen sein. - Bild: kru

Zwar ist der südkoreanische Markt klein, der Zuwachs um 377 Prozent im November dürfte aber ein Achtungserfolg sein. Volkswagen verkaufte mit 4.517 Fahrzeugen nach lediglich 947 Autos im Oktober so viele Wagen wie noch nie in dem Land. Gegenüber dem Vorjahr liegt das Plus bei immerhin noch 66 Prozent.

Volkswagen lockt die Autokäufer in Südkorea mit einer aggressiven Marketingkampagne in die Autohäuser. Die massiven Preisnachlässe und günstige Finanzierungsangebote haben sich im abgelaufenen Monat ausgezahlt. Im Oktober waren die Verkäufe nach den Enthüllungen in den USA noch um 67 Prozent gesunken. Davor hatte der Wolfsburger Konzern angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Dieselfahrzeugen in Südkorea stetige Absatzzuwächse in dem Land erzielt.

Um den massiven Rückgang entgegenzuwirken, bietet Volkswagen hohe Rabatte an. Bei manchen Modellen liegt des Nachlass bei bis zu 18 Millionen Won, was umgerechnet rund 14.232 Euro sind.

Weniger Erfolg in anderen Ländern

Die Entwicklung in Südkorea steht im Kontrast zu teils massiven Rückgängen in anderen Regionen. In den USA musste VW im November einen Absatzrückgang von 25 Prozent hinnehmen, was auch auf den Verkaufsstopp einiger Modelle zurückzuführen war.

Volkswagen hatte vor zehn Wochen eingeräumt, bei weltweit insgesamt elf Millionen Autos mehrerer Konzernmarken die Software zur Steuerung der Dieselmotoren so manipuliert zu haben, dass sie auf den Prüfständen der Behörden weniger Stickoxide ausstoßen als im Normalbetrieb. Die Abgasaffäre war durch Veröffentlichungen der US-Umweltbehörde EPA ins Rollen gekommen.

Die südkoreanische Regierung hatte deswegen vergangene Woche den Rückruf von 125.522 Diesel-Fahrzeugen des VW-Konzerns und eine Verkaufssperre für noch unverkaufte Volkswagen- und Audi-Modelle angeordnet. Der Wolfsburger Autohersteller muss zudem eine Strafe von insgesamt 14,1 Milliarden Won (umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro) zahlen. Volkswagen erklärte, der Konzern respektiere die Ergebnisse der Untersuchung und werde die erforderlichen Schritte in Einklang mit den relevanten Gesetzen und Vorschriften einleiten.