Volkswagen USA Passat

Die US-Behörden geben sich im Skandal um manipulierte Abgaswerte von Volkswagen-Fahrzeugen offenbar nicht allein mit Umrüstungen zufrieden. - Bild: VW

Davon gehe der Konzern aus, schreibt die Süddeutsche Zeitung (SZ) ohne Angabe von Quellen. Betroffen wären damit gut 115.000 Fahrzeuge. Die Autobesitzer würden nach ihren Informationen entweder den Kaufpreis erstattet oder im Wege des Umtausches deutlich vergünstigt ein neues Fahrzeug gestellt bekommen.

Bei Volkswagen war kurzfristig niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Bei den übrigen Fahrzeugen in den USA gehe man bei Volkswagen davon aus, dass größere Umrüstungen mit hohen Materialkosten und langen Werkstatt-Zeiten nötig seien, so die SZ. Teile des sogenannten Abgas-Strangs müssten neu konstruiert und zugelassen werden. Die gesetzlichen Grenzwerte für den Schadstoff Stickoxid sind in den USA deutlich strenger als in Europa, wo einfachere technische Lösungen möglich sind.

Auf das interne Amnestie-Angebot bei Volkswagen haben sich laut SZ knapp 50 Beschäftigte gemeldet, von Sachbearbeitern bis hin zu einigen Abteilungsleitern. Die Mitarbeiter würden nach und nach von den internen Ermittlern befragt, schreibt die Zeitung.

Der VW-Vorstand hatte die Belegschaft vor knapp zwei Monaten mitgeteilt, dass Mitarbeiter, die ihr Wissen um die Abgasmanipulationen preisgeben, nicht gekündigt würden und auch von Schadenersatzforderungen verschont blieben. Allerdings müssen sie mit Strafversetzungen rechnen. Volkswagen verspricht sich von dem Amnestieprogramm eine beschleunigte Aufklärung des Skandals.