VW

Schon wieder eine Strafe in Sachen Dieselskandal: VW soll erneut fast 160 Millionen Euro zahlen. - Bild: VW

Volkswagen hat jetzt 30 Tage Zeit, die Strafe anzufechten.

"Volkswagen hat mit seinen Handlungen gegen die Luftreinhaltungsgesetze unseres Bundesstaates verstoßen und die Gesundheit der Menschen gefährdet", so Maia Bellon, die Leiterin der Umweltbehörde in Olympia. Das Unternehmen habe eine Software eingesetzt, die bei Abgastests die Werte herabgesetzt habe, im Fahrbetrieb aber den Ausstoß deutlich höherer schädlicher Stickoxide zugelassen habe.

Die Strafe betrifft mehr als 21.000 Zwei- und Drei-Liter Diesel-Motoren in Modellen der Marken VW, Audi und Porsche. Nach Angaben der Umweltbehörde wurde die Strafe anhand der Zahl der manipulierten Autos berechnet.

Volkswagen war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Erst Ende Juni hatte sich Volkswagen in einem Sammelverfahren mit Hunderten von US-Klägern und amerikanischen Regulierungsbehörden auf einen Vergleich geeinigt. Nach dem Übereinkommen soll Volkswagen rund 14,7 Milliarden Dollar aufwenden, um die betroffenen Kunden und die Allgemeinheit in den USA für die Manipulationen von Abgaswerten zu entschädigen. Bestandteil des Vergleichs sind Fahrzeuge mit Zwei-Liter-TDI-Motoren, ein zweites Vergleichsverfahren für die Drei-Liter-Motoren läuft noch.

Ebenfalls Ende Juni hatte sich Volkswagen mit 44 Bundesstaaten, dem Regierungsdistrikt Washington D.C. und Puerto Rico auf eine Strafzahlung von 603 Millionen US-Dollar geeinigt. Einige Bundesstaaten, darunter New York und Massachusetts, kündigten aber weitergehende Untersuchungen an.

Volkswagen hat nach jüngsten Angaben inzwischen Rückstellungen in Höhe von 17,8 Milliarden Euro für die Aufarbeitung des Dieselskandals in den USA gebildet.