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Die Bonität von Volkswagen könnte laut der Ratingagentur Fitch wegen der jüngsten Vorwürfe der Abgasmanipulationen unter Druck kommen. - Bild: kru

Unmittelbar sei eine Herabstufung des Ratings von derzeit A mit stabilem Ausblick zwar unwahrscheinlich, teilte die Ratingagentur am Montag mit. Falls sich die Krise in den USA aber verschärfe, könne dies jedoch weitere Kreise ziehen, beispielsweise Untersuchungen auf anderen Märkten auslösen. Eine theoretisch mögliche Höchststrafe von 18 Milliarden US-Dollar erscheint den Analysten von Fitch nicht sehr wahrscheinlich. Zudem sei die Finanzstruktur von Volkswagen gesund und der Konzern erwirtschafte einen "extrem robusten" frei verfügbaren Geldfluss, den sogenannten Free Cashflow (FCF), hieß es.

Volkswagen habe unverzüglich auf die Vorwürfe der US-Umweltschutzbehörde EPA reagiert und rasch mitgeteilt, der Krise Top-Priorität einzuräumen. Unter anderem sei eine externe Untersuchung eingeleitet worden.

Dennoch seien der Schaden für die Marke und den Ruf des Unternehmens bei Aufsichtsbehörden und Kunden schwer abzuschätzen. Mögliche Sammelklagen, wie sie in den USA in solchen Situationen typisch sind, könnten auch in den kommenden beiden Jahren Geldabflüsse nach sich ziehen.