Volkswagen Werk

Volkswagen meldete für das Geschäftsjahr 2015 am Freitag einen Nettofehlbetrag von 1,58 Milliarden Euro, nach einem Gewinn von 10,85 Milliarden Euro im Vorjahr. - Bild: Richard Bartz

Im vergangenen Jahr hatten die Wolfsburger noch einen Gewinn von 10,85 Milliarden Euro erzielt. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Affäre um manipulierte Abgaswerte bezifferte der Konzern nun auf 16,2 Milliarden Euro. Das trifft unter anderem Volkswagens Aktionäre: Sie sollen je Stammaktie nur noch eine Dividende von 11 Cent erhalten. Noch im Vorjahr hatte die Gewinnausschüttung 4,80 Euro pro Anteilsschein betragen. Die Aktie fällt um 5 Prozent.

Im rein operativen Geschäft verbesserte sich Volkswagen den vorläufigen Zahlen zufolge allerdings leicht: Vor Berücksichtigung der Kosten aus dem Abgasskandal erzielte der Konzern im Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von 12,8 Milliarden Euro, nach 12,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Analysten waren nach den von Dow Jones Newswires zusammengetragenen Schätzungen im Durchschnitt von einem Rückgang der Kennzahl auf 12,47 Milliarden Euro ausgegangen.

Den Umsatz steigerte Volkswagen allerdings noch deutlicher um 5,4 Prozent auf 213,3 Milliarden Euro. Die operative Rendite des Gesamtkonzerns verschlechterte sich damit von 6,3 Prozent im Vorjahr auf rund 6,0 Prozent.

Für das angefangene Jahr ist Volkswagen pessimistisch: Die Verantwortlichen des Autoherstellers rechnen damit, dass die Auslieferungszahl stagniert. Für den Umsatz sagten sie am Freitag einen Rückgang um bis zu 5 Prozent voraus. Die operative Rendite des Konzerns soll der Unternehmensprognose zufolge im Jahr 2016 nur noch zwischen 5,0 und 6,0 Prozent liegen.