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Ein ehemaliger VW-Mitarbeiter hat bei einem US-Gericht Klage gegen Volkswagen erhoben, weil er Ende 2015 "gefeuert" worden sei. - Bild: VW

Diese standen möglicherweise im Zusammenhang mit dem Abgasskandal. Die Volkswagen Group of America Inc war zuvor schon von Regierungsvertretern dafür kritisiert worden, nicht schnell genug auf das Problem reagiert zu haben.

Daniel Donovan, der nach eigenen Angaben in der Rechtsabteilung des Unternehmens tätig war, behauptet, im Dezember gefeuert worden zu sein, weil er die Anstrengungen von Volkswagen zur Beweissicherung nach den Vorwürfen der US-Regierung in Frage gestellt habe. VW bestreitet die Vorwürfe vehement.

Die US-Umweltbehörde EPA hatte dem Konzern am 18. September vorgeworfen, in seinen Fahrzeugen eine Software installiert zu haben, mit deren Hilfe die Ergebnisse von Abgastests manipuliert wurden.

Donovan behauptet weiter, trotz seiner Bemühungen, das Unternehmen am Tag der Veröffentlichung der Vorwürfe dazu zu bringen, die automatische Löschung von Informationen zu stoppen, habe die IT-Abteilung die Löschungen erst am folgenden Montag - drei Tage später - angehalten. Volkswagen habe zudem auch keine Backup-Kopien aufbewahrt, obwohl das Unternehmen dies eigentlich hätte tun sollen. Donovan hat seine Klage in Michigan eingereicht, wo Volkswagen Büros hat.

Eine Volkswagen-Sprecherin erklärte, die Umstände von Donovans Ausscheiden hätten mit dem Abgasskandal nichts zu tun. Der Vorwurf der widerrechtlichenKündigung entbehre nach Auffassung des Unternehmens jeder Grundlage.