Osamu Suzuki, CEO von Suzuki und VW-Chef Prof. Martin Winterkorn bei der Vereinbarung der

Osamu Suzuki, CEO von Suzuki und VW-Chef Prof. Martin Winterkorn bei der Vereinbarung der Partnerschaft im Jahr 2009: Die Harmonie, die das Bild suggeriert, will sich zwischen VW und Suzuki nicht so recht einstellen (Bild: Volkswagen).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Die Japaner, bei denen sich VW vor anderthalb Jahren mit knapp 20% eingekauft hatte, machten zuletzt medial ihrem Unmut über den in ihren Augen drohenden zu großen Einfluss des deutschen Partners Luft. VW-Chef Winterkorn gestand bereits mehrfach ein, dass die Parteien mit der geplanten Zusammenarbeit aufgrund kultureller Unterschiede nur schwerlich vorankämen. Im Zwischenbericht hieß es in diesem Zusammenhang nun, die Kooperation komme nicht nur langsamer voran als erwartet sondern werde auch “nicht mit der gewünschten Intensität umgesetzt”.

VW wollte mit dem Einstieg, den sich die Niedersachsen rund 1,7 Mrd Euro kosten ließen, vor allem von der Kleinwagen-Expertise von Suzuki profitieren und auf dem indischen Wachstumsmarkt Fuß fassen, den die Japaner beherrschen. Seither kursieren Spekulationen, VW wolle Suzuki ganz übernehmen, obwohl man in Wolfsburg bemüht ist, diese zu zerstreuen.