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Die von Takata bei den US-Behörden eingereichten Berichte über weitere defekte Airbags könnten in Bezug auf die in Volkswagen-Fahrzeugen installierten Airbag-Inflatoren überzogen sein. - Bild: kru

Die relevante Sicherheitseinrichtung der VW-Fahrzeuge werde größtenteils in einem deutschen Werk gebaut, das bisher nicht für Herstellungsprobleme bekannt sei.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bringt die Airbags von Takata mit weltweit mindestens zehn Todesfällen in Verbindung. Die Airbags können den Angaben zufolge vor allem in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit unvermittelt explodieren und dabei Trümmerteile in das Fahrzeuginnere schleudern.

Die von Takata bei den US-Behörden eingereichten Berichte über weitere defekte Airbags könnten in Bezug auf die in Volkswagen-Fahrzeugen installierten Airbag-Inflatoren überzogen sein, schrieb der deutsche Autobauer in dieser Woche an US-Behörden.

Volkswagen hatte am 1. Februar zunächst vorgeschlagen, die betreffenden Airbag-Inflatoren zu testen. Doch die Behörden wollten Tests alleine ohne einen Rückruf nicht genehmigen, wie aus einer anderen Einreichung des Konzerns hervorgeht. Volkswagen entschied sich demnach am 8. Februar für einen Rückruf von hunderttausenden Autos der Kernmarke VW und der Premiumtochter Audi.

Der Brief und andere Dokumente von Volkswagen unterscheiden sich von jenen, die andere Hersteller im Zusammenhang mit Takata-Rückrufen eingereicht haben. Diese zitierten einen "Überschwang an Vorsicht". Der Brief von Volkswagen und andere Dokumente wurden am Freitag veröffentlicht.

Volkswagen hat die Behörden in den USA selbst verärgert, weil der Konzern fast 600.000 Fahrzeuge mit Software verkauft hat, die Ergebnisse von Abgastests manipulieren kann.

Sprecher von Volkswagen und der NHTSA lehnten eine Stellungnahme ab. Der Sprecher der Verkehrssicherheitsbehörde hatte die Takata-Rückrufe zuvor in diesem Jahr als "massive Sicherheitskrise" bezeichnet.