Die Marke Volkswagen Pkw hat sich im Juni wesentlich schlechter verkauft als im Vorjahresmonat.

Die Marke Volkswagen Pkw hat sich im Juni wesentlich schlechter verkauft als im Vorjahresmonat. Weltweit lieferte die Kernmarke des Konzerns 470.700 Fahrzeuge an die Kunden aus. - Bild: VW

Die Marke Volkswagen Pkw hat sich im Juni wesentlich schlechter verkauft als im Vorjahresmonat. Weltweit lieferte die Kernmarke des Konzerns 470.700 Fahrzeuge an die Kunden aus.

Das waren 8,6 Prozent weniger als noch im Juni 2014, teilten die Wolfsburger mit. In den ersten sechs Monaten des Jahres ging der globale Absatz um 3,9 Prozent auf 2,95 Millionen Fahrzeuge zurück.

In Europa zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Verkäufe in Westeuropa (ohne Deutschland) legten von Januar bis Juni um 7,5 Prozent auf 485.200 Fahrzeuge zu, in einigen Märkten wie Spanien, oder auch Tschechien und Ungarn prozentual sogar zweistellig.

Im Heimatmarkt Deutschland setzte VW mit 305.200 Fahrzeugen 6,8 Prozent mehr ab. Dagegen brach der Absatz in Osteuropa bedingt durch die rückläufige Entwicklung in Russland um ein Fünftel ein. Im Einzelmarkt Russland halbierten sich die Verkäufe nahezu auf 36.600 Einheiten.

Einbruch in Russland, China erstmals rückläufig

Herausfordernd zeigte sich auch die Marktlage in China: Erstmals seit mehreren Jahren entwickelte sich der dortige Gesamtmarkt im Juni rückläufig. “Der Markt in China verändert sich”, sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler. “Als Marktführer konnten wir uns dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen.” Die Auslieferungen im ersten Halbjahr in China inklusive Hongkong sanken um 6,7 Prozent auf 1,3 Millionen Fahrzeuge.

Im Konzern sanken die Verkäufe weltweit im ersten Halbjahr 2015 leicht auf 5,04 Millionen nach 5,07 Millionen Autos im Vorjahr. Im Einzelmonat Juni ging der Absatz um 4,3 Prozent auf 840.400 Einheiten zurück.

Auch die Lkw-Marken MAN und Scania lieferten weniger schwere Lkw und Busse an die Kunden aus. Bei MAN ging es im Halbjahr um 13,5 Prozent nach unten, bei Scania lag das Minus bei 3,7 Prozent. Alle anderen Konzernmarken legten zu, Audi beispielsweise um 3,8 Prozent.

In Zentral- und Osteuropa war das Geschäft rückläufig, der konzernweite Absatz in der Region ging im ersten Halbjahr um 11,6 Prozent zurück. Allein in Russland brachen die Verkäufe um fast 41 Prozent auf 84.300 Einheiten ein. In Nordamerika legte der Halbjahresabsatz dagegen um 6 Prozent zu. In der anhaltend herausfordernden Region Südamerika dagegen gingen die Verkäufe im gleichen Zeitraum um 22,5 Prozent zurück.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke