WOLFSBURG (Dow Jones/rm). Auch wenn der schwache Euro aktuell die Importe vergünstigt und so für Rückenwind sorgt, werde es noch zweieinhalb Jahre dauern, bis der Konzern in Übersee profitabel sei, sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

Bis 2013 will Europas größter Autobauer in den USA mit 400.000 Autos fast doppelt so viele Neuwagen verkaufen wie bisher, hatte der damalige Chef des US-Geschäftes, Stefan Jacoby, zu Jahresbeginn gesagt. Ursprünglich wollte VW schon im vergangenen Jahr in den USA wieder Gewinne einfahren. Angesichts des massiven Einbruchs der Absatzzahlen in der Wirtschaftskrise rückte dieses Ziel jedoch in weite Ferne.

Im kommenden Jahr soll die Produktion im neuen Werk in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee starten, wo jährlich 150.000 speziell für den US-Markt entwickelte Volkswagen vom Band laufen sollen.

Während VW auf dem Heimatmarkt oder im boomenden China die unangefochtene Nummer eins ist, tun sich die Wolfsburger in den USA schwer, einen nennenswerten Marktanteil zu erreichen. Aktuell sind gerade mal 2% aller verkauften Modelle aus dem Hause Volkswagen. Der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn hatte dennoch das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2018 jenseits des Atlantik 800.000 VW und 200.000 Audis verkaufen zu wollen.