Herbert Diess

VW-Markenchef Herbert Diess fordert schon für das Jahr 2016 eine Produktivitätssteigerung um zehn Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse VW Tausende Arbeitsplätze abbauen, heißt es im Konzern. - Bild: VW

Der Chef der Kernmarke VW, Herbert Diess, fordere schon für das angefangene Jahr eine Effizienzsteigerung um 10 Prozent, schrieb das Magazin am Donnerstag. Es werde deshalb "keinesfalls ausreichen, die 7.000 Leiharbeitskräfte nicht mehr zu beschäftigen", berichtete das Medium unter Berufung auf unternehmensinterne Quellen weiter.

Bei Volkswagen waren am Donnerstag zunächst weder Konzern- noch Markensprecher für eine Stellungnahme zu erreichen. VW-Markenchef Diess hatte allerdings schon im Oktober angekündigt, mit einem verschärften Sparprogramm auch die Fixkosten senken zu wollen. Ein konkretes Sparziel nannte er damals nicht.

Die Kernmarke des Volkswagen-Konzerns steht nicht erst seit Bekanntwerden der Abgasmanipulationen unter Druck: Im Jahr 2014 war Volkswagens operative Rendite im Massengeschäft von 2,9 auf 2,5 Prozent zum wiederholten Mal geschrumpft. Die Gewinnspanne lag damit weit niedriger als etwa die Marge von Volkswagens Premiummarke Audi und fiel auch im Branchenvergleich gering aus.

Volkswagen hatte sich schon unter dem früheren Konzernchef Martin Winterkorn vorgenommen, die Marge der Kernmarke bis zum Jahr 2018 auf 6 Prozent zu verbessern. Der neue Konzernchef Matthias Müller stütze Diess' verschärften Sparkurs auch vor diesem Hintergrund, berichtete nun das "Manager Magazin".